Donnerstag, 13. April 2017
Kimchi Udon mit Lachs
Ich fürchte, meine Mutter wird sich nun wieder kopfschüttelnd abwenden. Doch diese Bowl muss auf den Blog - selbst mit unscharfem Photo. Für ein zweites, vielleicht schärferes, war erstens kein Saft mehr im Akku und zweitens keine Zeit, weil keine Geduld mehr.
Hatte ich mich doch schon den halben Tag auf dieses Essen gefreut. Ganz einfach und schlicht, mehr als eine Handvoll Zutaten werden nicht benötigt und dabei wunderbar spicy und leicht. Zudem ist es wunderbar wandelbar, man könnte genauso gut noch Erbsen oder jetzt zur Spargelsaison grünen Spargel ergänzen, auf den Fisch verzichten oder aber Garnelen, Tintenfisch oder Oktopus nehmen - der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Im clubzimmer wird es diese Kimchi Udon garantiert nun häufiger geben!
Rezept für zwei Personen
2 Pck Udon Nudeln (fertig gegart, vakumiert aus dem Asiamarkt)
1/2 Glas Kimchi, klein gehackt
Gochujang (Menge nach Geschmack)
Butter
Kimchi-Saft
1 Lachsfilet ohne Haut in Würfeln
2 Frühlingszwiebeln in Ringen
Sesam
Zubereitung
1) In einer Pfanne/im Wok zwei großzüge Stich Butter zerlassen. Das Kimchi, etwas Kimchi-Saft und Gochujang hinzugeben und 2-3 Minuten köcheln
2) Die Lachswürfel in die Sauce geben und bei sanfter Hitze kurz gar ziehen lassen. Die Udon Nudeln dazu geben und in der Sauce erwärmen, noch einen Stich Butter und bei Bedarf Kimchi-Saft hinzugeben
3) Die Nudeln verteilen, mit den Frühlingszwiebeln und dem Sesam bestreuen
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Samstag, 8. April 2017
Limonen-Mohn-Guglhupf
Es ist wohl mal wieder an der Zeit für einen Kuchen. So einen schmatzig-saftigen. Mit Mohn. Auch wenn Mohn so etwas wie Koriander zu sein scheint. Die einen - zum Beispiel ich - können davon nicht genug bekommen, die anderen winken dankend ab.
Und genau deshalb gibt es heute diesen Limonen-Mohn-Gugelhupf. Denn der ist so eine Art Zauberkuchen. Oder wie würdet Ihr es erklären, dass selbst überzeugte Mohnabwinker dem Duft dieses Kuchens nicht widerstehen können und nach dem ersten, kleinen sich ganz schnell ein zweites, großes Stück abschneiden? Und dann noch mehr oder weniger heimlich den knusprigen Rand abknuspern???
Und vielleicht kann ich mit diesem Kuchen auch meine Mutter versöhnen, die doch jüngst harsche Kritik an der aktuellen clubzimmer-Speisekarte geäußert hat. Viel zu gesund! Ewig Tofu! Andauernd Salat! Skandal!
Versprochen: Dieser Gugelhupf ist frei von Tofu, dafür voller Butter und Zucker mit ganz vielen herrlichen Wohlfühlkalorien!
Rezept
200g Zucker
Abrieb einer Limone
200g zimmerwarme Butter
1 EL Bourbon Vanillezucker
4 Eier
300g Mehl
1 Pck. Backpulver
Salz
1 EL Milch
Saft von 4 Limonen
200g Dampfmohn
2 EL Zucker
Puderzucker
Zubereitung
1) Den Ofen auf 150° Grad (Umluft) vorheizen
2) Den Zucker, Vanillezucker, Limonenabrieb und die Butter zusammen in eine Rührschüssel geben und aufschlagen. Wenn die Masse schön cremig und fluffig ist, die Eier nach und nach hinzugeben und jeweils gründlich verrühren
3) Das Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen und in mehreren kleinen Portionen hinzugeben und rasch zu einem glatten Teig verrühren, den Schluck Milch ebenfalls miteinrühren
4) Eine Gugelhupfform sorgfältig mit weicher Butter ausfetten. Die Hälfte des Kuchenteigs einfüllen
4) In die verbliebene Hälfte den Mohn, den Limonensaft und noch einmal zwei EL Zucker einrühren. Ebenfalls in die Form geben und glattstreichen
5) Den Kuchen ca. 1 h backen - der Stäbchentest zeigt Euch, wenn der Kuchen gar ist
6) Etwas abkühlen lassen, stürzen und mit Puderzucker bestreuen
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Montag, 3. April 2017
Salat á la Bibimbap
Das clubzimmer ist ja ein bisschen im Bibimbap-Fieber. Diese dampfende Reisschüssel mit immer anderem Allerlei und ordentlich scharfer Sauce dazu ist einfach zu köstlich.
Und natürlich lässt sich das Prinzip des Allerleis, bei dem die einzelnen Komponenten gemeinsam zu etwas ganz Wunderbaren werden, auch auf Salat übertragen. Und so wird aus einem auf den ersten Blick langweiligen Rohkostsalat eine ziemlich spannende Angelegenheit.
Rezept für zwei Personen
Gemüse/Salat Deiner Wahl, hier:
2 Salatherzen
1 Avocado
Radieschen
Braune Champignons
Thai Basilikum
Minze
2 hartgekochte Eier
Furikake
25g heller Sesam
2 EL Soya
1 EL Wasser
Salz
Miso-Dressing
1 EL helles Miso
2 EL Reisessig
1 TL Rohrzucker
4 EL Pflanzenöl
Zubereitung
1) Für das Furikake den Sesam mit einer Prise Salz würzen und in einer Pfanne sehr langsam anrösten. Soya mit Wasser verrühren, hinzugeben und so lange vorsichtig weiterrösten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und der Sesam raschelt. Abkühlen lassen
2) Alle Zutaten für den Salat waschen, zerkleinern und neben-/aufeinander in zwei Schüsseln anrichten
3) Das Miso-Dressing anrühren, über den Salat geben und nach Geschmack mit Furikake toppen
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Dienstag, 14. März 2017
Tofupfanne mit Pak Choi
Selten haben ich beim Schreiben des Post-Titels so gekichert wie heute. Tofupfanne .... das klingt ... nun ja ... ungewöhnlich für das clubzimmer.
Tatsächlich war Tofu sehr lange der große Unbekannte in der clubzimmer Küche - obwohl diese wiederum schon ganz lange vegetarisch kocht. Aber Tofu? Neee, das kam nicht in den Einkaufskorb. Es fehlt schlicht die Vorstellung, wie Tofu schmeckt und was man damit machen kann. Zaghafte Versuche mit Seidentofu scheiterten auch kläglich und manifestierten die Meinung, Tofu sei nichts für das clubzimmer. Doch dann irgendwann bekam der geräuchtere Tofu eine Chance und fungierte als Wellenbrecher, denn seitdem gehört Tofu zu Standardversorgung und schmuggelt sich in immer mehr Gerichte.
Deshalb ist diese Tofupfanne auch nicht wirklich etwas Ungewöhnliches. Nur in einem Punkt, denn wir haben zum ersten Mal gebackenen Tofu verwendet, der nicht so intensiv im Geschmack wie geräucherter ist und auch etwas weicher in der Textur. In der Pfanne mit Pak Choi und scharfer Chilisauce macht er sich ganz hervorragend!
Rezept für zwei Personen
1 Pck. gebackener Tofu in kleinen Würfeln
4-5 Pak Choi zerkleinert, gewaschen, abgetropft
2-3 Frühlingszwiebeln in Röllchen
4 Eier
Sesam
Chilisauce
Pflanzenöl
Zubereitung
1) Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Tofu und das Weiß der Frühlingszwiebeln anbraten. den Pak Choi hinzugeben und dämpfen bis er zusammenfällt. Salzen und die Eier in der Pfanne aufschlagen. Bei mittlerer Hitze garen, bis die Eier gestockt sind
2) Das Grün der Frühlingszwiebeln, Sesam und Chilisauce hinzugeben und servieren
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Dienstag, 28. Februar 2017
Laumwarmer Linsensalat mit Fenchel und ganz viel Ziege
Das hat man nun davon, wenn man sich nicht an Traditionen hält. Einmal nicht zur Jahreswende Linsen gegessen und gleich flattern die Rechnungen reihenweise, die Aufträge dafür tröpfelweise ins clubzimmer.
Doch da ich den Grund des Übels nunmehr erkannt habe, schiebe ich schnell das jahresanfängliche Linsengericht hinterher. Mal zur Abwechslung nicht asiatisch, sondern tierisch inspiriert. Quasi ein Doppel-Whopper Ziege in Form von Joghurt und Frischkäse - für den, der es mag. Alle anderen können sich natürlich auch mit der muhenden Variante behelfen - keine Frage!
Rezept für zwei Personen
150g Puy Linsen
1 kleiner Fenchel
Olivenöl
Schnittlauch
Ziegenjoghurt
Ziegenfrischkäse
Salz
1 TL Senf
1 EL Rotweinessig
3 EL Olivenöl
Minze
Zubereitung
1. Die Puy Linsen mit 250ml Wasser bei schwacher Hitze ca. 20 min kochen, bis sie durch, aber noch bissfest sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen
2. In der Zwischenzeit den Fenchel in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl scharf anbraten. Das Dressing aus Salz, Essig und Olivenöl anrühren, wer mag nimmt noch ein paar frische Minzblätter hinzu
3. Die gekochten Linsen und Fenchelwürfel zum Dressing geben und gut vermischen. Auf zwei Tellern anrichten, Joghurt und Frischkäse verteilen und mit reichlich Schnittlauchröllchen garnieren
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Sonntag, 26. Februar 2017
Focaccia Farcita
Da der Frühling und damit der Appetit auf Frisches und Leichtes noch auf sich warten lässt, muss es heute noch mal etwa aus der Abteilung Soulfood sein. Und da dieser Tag so dermaßen grau und verregnet ist, gibt es Soulfood hoch zwei, sprich mit ganz viel Käse.
Diese gefüllte Focaccia ist üppig mit Taleggio gefüllt und schmeckt ofenwarm zum dahinschmelzen lecker. Doch wie bei vielen anderen Sachen auch, will hier gut Ding Weile. Dem Teig tut es einfach gut, wenn er länger als zwei Stunden im Warmen stehen und gehen darf, gerne auch über Nacht. Bedeutet, dass Ihr Euren Appetit auf dieses Soulfood ein wenig planen müsst, eine Spontanaktion ist das leider nicht.
Rezept
1 Kartoffel
150g Mehl Typ 00
150g Semolina
Salz
12g frische Hefe
125ml warmes Wasser
Zucker
Taleggio
Kirschtomaten
Rosmarin
großes Meersalz
Olivenöl
Zubereitung
1. Am Vortag den Teig vorbereiten. Hierfür eine Kartoffel schälen, kochen und fein zerdrücken. Wenn sie erkaltet ist, kommt sie mit zu den beiden Mehlsorten und einer Prise Salz
2. In der Zwischenzeit die Hefe mit einer Prise Zucker in dem handwarmen Wasser auflösen. Mehl-Kartoffel- und Hefe-Wasser-Mischung mit einem Holzlöffel in einer Schüssel verrühren und kurz auf der Arbeitsplatte kneten. Der Teig sollte noch etwas klebrig und spröde bleiben. In eine saubere Schüssel geben, abdecken und bis zum Backtag bei Zimmertemperatur gehen lassen
3. Den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Eine Hälfte der Teigplatte mit dünnen Scheiben Taleggio belegen, die andere Hälfte drüberklappen. Die Focaccia auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit grobem Meersalz und klein gehacktem Rosmarin bestreuen und ein paar zerdrückten Kirschtomaten belegen. Mit einem sauberen Küchentuch bedecken und noch einmal eine Stunde gehen lassen
4. Den Ofen auf 200° Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Focaccia großzügig mit Olivenöl besprenkeln und für ca. 20 Minuten backen
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Montag, 6. Februar 2017
Brioche-Pistazienkranz
Die süße Weihnachtszeit liegt nun lange genug zurück, um mal wieder Appetit auf einen Kuchen zu bekommen. Um genau zu sein, war mir eigentlich nach den sündhaften schmatzigen Limonenschnecken vom letzten Jahr. Allein beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen, aber Februar ist nunmal nicht so richtig Limonentemperatur und Abwechslung schadet ja auch nie - oder?
Also habe ich die Dosis an Pistazien deutlich erhöht, nicht geschneckt, sondern gekringelt. Und egal ob schneckig oder kringelig - lecker is´ beides!
Rezept
Teig
300ml Milch
50g Butter
450g Mehl Typ 550
1 Pck. Trockenhefe
60g Zucker
Salz
1 Ei
Füllung
75g zimmerwarme Butter
50g Zucker
100g Pistazien
1TL Kardamon
Guss
30g Puderzucker
Saft von 2 Limonen
1 Handvoll zerhackter Pistazien
Zubereitung
1) Für den Teig die Milch vorsichtig erwärmen und die Butter darin schmelzen. Das Mehl mit der Hefe, dem Zucker und einer Prise Salz mischen. Die Butter-Milch und das Ei hinzugeben und für ca. 5 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit von der Küchenmaschine kneten lassen. Der Teig soll ganz elastisch, aber nicht zu feucht werden, eventuell müsst Ihr noch löffelweise Mehl hineinarbeiten, bis er sich gut vom Rand löst und in einem Stück entnehmen lässt. Den Teig dann in eine saubere Schüssel geben, abdecken und an einem warmen Ort für mindestens eine Stunde gehen lassen
2) Für die Füllung alle Zutaten mit einem Pürierstab zu einer homogenen, streichfähigen Masse verarbeiten
3) Den Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einem großen Rechteck ausrollen. Mit der Füllung bestreichen. Von der unteren Längsseite nach oben hin aufrollen und die Rolle dann mit einem scharfen Messer längs halbieren. Diese beiden Zöpfe dann ineinander verschlingen und zu einem Kranz formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit einem Küchentuch abdecken. Weitere 30 Minuten gehen lassen
4) Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kranz auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und leicht abkühlen lassen
5) Den Puderzucker mit dem Limonensaft verrühren und den Kranz damit bestreichen geben, die Pistazienstreusel verteilen
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
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