Dienstag, 14. März 2017

Tofupfanne mit Pak Choi



Selten haben ich beim Schreiben des Post-Titels so gekichert wie heute. Tofupfanne .... das klingt ... nun ja ... ungewöhnlich für das clubzimmer. 

Tatsächlich war Tofu sehr lange der große Unbekannte in der clubzimmer Küche - obwohl diese wiederum schon ganz lange vegetarisch kocht. Aber Tofu? Neee, das kam nicht in den Einkaufskorb. Es fehlt schlicht die Vorstellung, wie Tofu schmeckt und was man damit machen kann. Zaghafte Versuche mit Seidentofu scheiterten auch kläglich und manifestierten die Meinung, Tofu sei nichts für das clubzimmer. Doch dann irgendwann bekam der geräuchtere Tofu eine Chance und fungierte als Wellenbrecher, denn seitdem gehört Tofu zu Standardversorgung und schmuggelt sich in immer mehr Gerichte. 

Deshalb ist diese Tofupfanne auch nicht wirklich etwas Ungewöhnliches. Nur in einem Punkt, denn wir haben zum ersten Mal gebackenen Tofu verwendet, der nicht so intensiv im Geschmack wie geräucherter ist und auch etwas weicher in der Textur. In der Pfanne mit Pak Choi und scharfer Chilisauce macht er sich ganz hervorragend!

Rezept für zwei Personen

1 Pck. gebackener Tofu in kleinen Würfeln
4-5 Pak Choi zerkleinert, gewaschen, abgetropft
2-3 Frühlingszwiebeln in Röllchen
4 Eier
Sesam
Chilisauce
Pflanzenöl

Zubereitung
1) Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Tofu und das Weiß der Frühlingszwiebeln anbraten. den Pak Choi hinzugeben und dämpfen bis er zusammenfällt. Salzen und die Eier in der Pfanne aufschlagen. Bei mittlerer Hitze garen, bis die Eier gestockt sind
2) Das Grün der Frühlingszwiebeln, Sesam und Chilisauce hinzugeben und servieren

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Dienstag, 28. Februar 2017

Laumwarmer Linsensalat mit Fenchel und ganz viel Ziege


Das hat man nun davon, wenn man sich nicht an Traditionen hält. Einmal nicht zur Jahreswende Linsen gegessen und gleich flattern die Rechnungen reihenweise, die Aufträge dafür tröpfelweise ins clubzimmer. 

Doch da ich den Grund des Übels nunmehr erkannt habe, schiebe ich schnell das jahresanfängliche Linsengericht hinterher. Mal zur Abwechslung nicht asiatisch, sondern  tierisch inspiriert. Quasi ein Doppel-Whopper Ziege in Form von Joghurt und Frischkäse - für den, der es mag. Alle anderen können sich natürlich auch mit der muhenden Variante behelfen - keine Frage!

Rezept für zwei Personen
150g Puy Linsen
1 kleiner Fenchel
Olivenöl 
Schnittlauch
Ziegenjoghurt
Ziegenfrischkäse

Salz
1 TL Senf
1 EL Rotweinessig
3 EL Olivenöl
Minze

Zubereitung
1. Die Puy Linsen mit 250ml Wasser bei schwacher Hitze ca. 20 min kochen, bis sie durch, aber noch bissfest sind. Abgießen und mit kaltem Wasser abspülen
2. In der Zwischenzeit den Fenchel in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl scharf anbraten. Das Dressing aus Salz, Essig und Olivenöl anrühren, wer mag nimmt noch ein paar frische Minzblätter hinzu
3. Die gekochten Linsen und Fenchelwürfel zum Dressing geben und gut vermischen. Auf zwei Tellern anrichten, Joghurt und Frischkäse verteilen und mit reichlich Schnittlauchröllchen garnieren

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Sonntag, 26. Februar 2017

Focaccia Farcita


Da der Frühling und damit der Appetit auf Frisches und Leichtes noch auf sich warten lässt, muss es heute noch mal etwa aus der Abteilung Soulfood sein. Und da dieser Tag so dermaßen grau und verregnet ist, gibt es Soulfood hoch zwei, sprich mit ganz viel Käse.

Diese gefüllte Focaccia ist üppig mit Taleggio gefüllt und schmeckt ofenwarm zum dahinschmelzen lecker. Doch wie bei vielen anderen Sachen auch, will hier gut Ding Weile. Dem Teig tut es einfach gut, wenn er länger als zwei Stunden im Warmen stehen und gehen darf, gerne auch über Nacht. Bedeutet, dass Ihr Euren Appetit auf dieses Soulfood ein wenig planen müsst, eine Spontanaktion ist das leider nicht.

Rezept 
1 Kartoffel
150g Mehl Typ 00
150g Semolina 
Salz
12g frische Hefe
125ml warmes Wasser
Zucker

Taleggio
Kirschtomaten
Rosmarin
großes Meersalz
Olivenöl

Zubereitung
1. Am Vortag den Teig vorbereiten. Hierfür eine Kartoffel schälen, kochen und fein zerdrücken. Wenn sie erkaltet ist, kommt sie mit zu den beiden Mehlsorten und einer Prise Salz
2. In der Zwischenzeit die Hefe mit einer Prise Zucker in dem handwarmen Wasser auflösen. Mehl-Kartoffel- und Hefe-Wasser-Mischung mit einem Holzlöffel in einer Schüssel verrühren und kurz auf der Arbeitsplatte kneten. Der Teig sollte noch etwas klebrig und spröde bleiben. In eine saubere Schüssel geben, abdecken und bis zum Backtag bei Zimmertemperatur gehen lassen
3. Den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Eine Hälfte der Teigplatte mit dünnen Scheiben Taleggio belegen, die andere Hälfte drüberklappen. Die Focaccia auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit grobem Meersalz und klein gehacktem Rosmarin bestreuen und ein paar zerdrückten Kirschtomaten belegen. Mit einem sauberen Küchentuch bedecken und noch einmal eine Stunde gehen lassen
4. Den Ofen auf 200° Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Focaccia großzügig mit Olivenöl besprenkeln und für ca. 20 Minuten backen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!



Montag, 6. Februar 2017

Brioche-Pistazienkranz


Die süße Weihnachtszeit liegt nun lange genug zurück, um mal wieder Appetit auf einen Kuchen zu bekommen. Um genau zu sein, war mir eigentlich nach den sündhaften schmatzigen Limonenschnecken vom letzten Jahr. Allein beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen, aber Februar ist nunmal nicht so richtig Limonentemperatur und Abwechslung schadet ja auch nie - oder?

Also habe ich die Dosis an Pistazien deutlich erhöht, nicht geschneckt, sondern gekringelt. Und egal ob schneckig oder kringelig - lecker is´ beides!

Rezept

Teig
300ml Milch
50g Butter
450g Mehl Typ 550
1 Pck. Trockenhefe
60g Zucker
Salz
1 Ei

Füllung
75g zimmerwarme Butter
50g Zucker
100g Pistazien
1TL Kardamon

Guss
30g Puderzucker
Saft von 2 Limonen

1 Handvoll zerhackter Pistazien

Zubereitung
1) Für den Teig die Milch vorsichtig erwärmen und die Butter darin schmelzen. Das Mehl mit der Hefe, dem Zucker und einer Prise Salz mischen. Die Butter-Milch und das Ei hinzugeben und für ca. 5 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit von der Küchenmaschine kneten lassen. Der Teig soll ganz elastisch, aber nicht zu feucht werden, eventuell müsst Ihr noch löffelweise Mehl hineinarbeiten, bis er sich gut vom Rand löst und in einem Stück entnehmen lässt. Den Teig dann in eine saubere Schüssel geben, abdecken und an einem warmen Ort für mindestens eine Stunde gehen lassen
2) Für die Füllung alle Zutaten mit einem Pürierstab zu einer homogenen, streichfähigen Masse verarbeiten
3) Den Teig auf einer bemehlten Unterlage zu einem großen Rechteck ausrollen. Mit der Füllung bestreichen. Von der unteren Längsseite nach oben hin aufrollen und die Rolle dann mit einem scharfen Messer längs halbieren. Diese beiden Zöpfe dann ineinander verschlingen und zu einem Kranz formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit einem Küchentuch abdecken. Weitere 30 Minuten gehen lassen
4) Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kranz auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und leicht abkühlen lassen
5) Den Puderzucker mit dem Limonensaft verrühren und den Kranz damit bestreichen geben, die Pistazienstreusel verteilen

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer! 

Donnerstag, 26. Januar 2017

Sophia Loren ...

... backt Pizza. Das passende Photo zum beliebtesten Post des clubzimmers ...



Montag, 23. Januar 2017

Lachs -Bibimbap



Egal. Dann starten wir eben in das neue Jahr mit einem Tabubruch. Eigentlich (und jetzt muss jeder Hobbypsychologe gewarnt zumindest die rechte Augenbraue runzeln) werden im clubzimmer seit geraumer Zeit nur Photos gepostet, die bei Tageslicht aufgenommen werden können. 


Denn ohne Tageslicht im clubzimmer zu fotographieren
führt zu Bilderkrücken, die zwar die Lachmuskeln aktivieren, aber nicht den Appetit anregen.  

Wer mir das nicht glaubt, please have a look
in die Anfangszeiten des clubzimmers ...:


Das waren die Photos zu einer sehr köstlichen Misosuppe mit Tempura - also das da in dem ganzen Weiß, immerhin anspruchsvoll mit Stäbchen dekoriert (auch das habe ich
bald aufgegeben, ich bin nun mal keine Dekodüse..).


Diese lustigen grünen Mumien mit auf rotem Blutbett waren
leckere, vegetarische Krautwickel in einer Tomatensauce.
Vermutet man nicht wirklich - die Zahl der Aufrufe dieses Rezepts ist einstellig ...


Und das letzte Beispiel zeigt keine missratene Torte vor dem Übertünchen mit Zuckerguss, sondern eine überaus
leckere Reistimbale mit Thunfischfüllung. 


Reicht oder?  






Diese mehr oder weniger freiwillige Selbstbeschränkung führt zwangsläufig dazu, dass in den Wintermonaten keine Posts veröffentlicht werden, die zeigen, was im clubzimmer abends geschmaust wird. Und das ist  - Kurve kratz - in vielen Fällen sehr schade, beispielsweise beim Bibimbap - Kurve gekriegt. 

Und da das clubzimmer auch als Rezeptesammlung dient, die es mir erspart, nach Lieblingsrezepten in den gefühlt hundert Kochbüchern zu suchen, gibt es heute ein Bibimbap Rezept. Was ganz schlicht ist. Denn eigentlich nimmt man alles, was a) der Kühlschrank so hergibt und b) auf das man auch Lust hat. Bei uns ist das heute Blumenkohl, Spinat, Kimchi, Gurke und Lachs. Das Gemüse werden einzeln im Wok gegart. Schön angeröstet, wie der Blumenkohl. Mit etwas Sesamöl und Sesam gewürzt, wie der Spinat. Und auf der Haut angebraten, wie der Lachs - der mag es auch, wenn man ihn vorab mit Mirin und Sesamöl mariniert. Die kleinen Gurkenstückchen werden natürlich nicht gebraten, sondern mit Mirin, Reisessig mit Chiliflocken mariniert. Alle Zutaten dann in Schüsseln mit warmem, dampfenden Reis betten. Hübsch versteht sich! Obendrauf - und das ist sehr wichtig - ein Spiegelei. 

Und dann kommt noch das hinzu, was aus dieser Auflistung ein Rezept macht: Die Sosse! Denn über das Ganze gehört final eine scharfe Sauce. Die schüttet man sich in die Schüssel, rührt alles - ja, auch das Spiegelei - gut um und genießt!

Bibimbap-Sauce
2 TL Gochojang oder Kimchi-Sauce
1 kleingeschnittene rote Chili
1 fein gehackte Knoblauchzehe  
2 TL Soja
1 TL brauner Zucker
1 TL Reisessig
1 TL Sesamöl  

Lasst es Euch schmecken,
Eurer clubzimmer!