Montag, 8. Dezember 2014

Krautfleckerl


Etwas Warmes braucht der Mensch im Dezember - und etwas Souliges dazu. Denn schließlich gilt es, gegen das ewige Grau, die immer noch kürzer werdenden Tage und diese in Mark und Bein kriechende Kälte anzukochen. 

Das sind auch die Tage, an denen ich besonders gerne in "heimatlich" koche, also nach Rezepten Ausschau halte, die aus genau diesen Breitengraden kommen und eben auch mit dem derzeit verfügbaren Gemüse arbeiten. 

Diese Krautfleckerl erfüllen alle diese Vorgaben: Warm, soulig dank der Nudeln, mit einem saisonalen Gemüse, dem Weißkohl - und schmecken tun sie auch noch. Nur das mit dem regional, das kann ich nun beim besten Willen nicht behaupten, würde mich doch nie zu der Aussage hinreißen lassen, dass Österreich quasi so was wie Deutschland ist ....

Rezept für vier Personen

Fleckerl
300g Mehl Typ 405
1 TL Salz
3 Eier
2-3 EL Wasser
1 EL Pflanzenöl

Kraut
2 Zwiebeln in dünnen Ringen
1 Weißkrautkopf in Fleckerl (= so etwas wie Vierecke von 2x2 cm Kantenlänge)
3 EL Pflanzenöl
1/2 gehackte Knoblauchzehe
1 EL Zucker
Salz
Pfeffer
Kümmel
250 ml Gemüsebrühe

Zubereitung
Für den Fleckerlteig alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten und mindestens eine Stunde ruhen lassen. Dann auf einer Nudelmaschine zu dünnen Platten ausrollen und in Fleckerl schneiden. 

In kochendem Salzwasser für ca. 2 Minuten bissfest kochen, abgießen und abschrecken. 

In der Zwischenzeit die Zwiebeln und das Weißkraut in dem Pflanzenöl langsam anbraten, dann den Koblauch und den Zucker hinzugeben und leicht hellbraun karamelisieren. Mit Salz, Pfeffer und dem Kümmel würden und die Gemüsebrühe angießen. So lange dünsten, bis das Kraut bissfest ist. 

Dann die Fleckerl hinzugeben, gut vermischen und servieren. 

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Rezept nach "Österreich vegetarisch", Katharina Seiser/Meinrad Neunkirchner, Brandstätter Verlag

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