Montag, 24. Oktober 2016

Sauerteigbrot - San Francisco Sourdough Style Bread

 

Ich würde mich ja immer noch nicht als Bäckerin bezeichnen, aber immerhin gehen mir inzwischen so einige Brote leicht von der Hand und gelingen tatsächlich. 
Und solche Erfolge beflügeln natürlich und machen Mut für neue Herausforderungen. 

Bislang habe ich um alles, was mit Sauerteig zu tun hat, einen etwas größeren Bogen gemacht. Zu mysteriös erschien mir diese Angelegenheit. Und außerdem viel zu langwierig. Wenn ich Lust auf Brot habe, dann ist es ja schon genug, einen Tag auf den Teig zu warten, aber mehrere Tage im voraus diesen Appetit planen - schwierig. 

Und damit war schon lange klar, dass es ein Sauerteigbrot die nächste Herausforderung sein wird, die mich in punkto Brot reizt. Und als ich dann den neuesten Band der Vegetarisch Reihe von Katharina Seiser in den Händen hielt, fühlte ich mich gewappnet. Denn neben einer großen Zahl spannender und sich sehr lecker anhörender Rezepte gibt es in diesem fünften Band der Reihe, in der sich Oliver Trific der Küche der USA angenommen hat, ein Rezept für ein einfaches (!) Sauerteigbrot. 

Und es spricht für dieses Kochbuch, dass dieses Brot tatsächlich gelingt - schon im ersten Anlauf! Und es ist wunderbar fluffig und saftig, so dass es gewiss nicht beim einmaligen Ausprobieren bleiben wird. Allerdings werde ich beim nächsten Mal nur ein Laib backen, denn zwei sind zweier eindeutig zuviel!

Rezept für zwei Laibe

Vorteig
500g Mehl Typ 550
1/2 Pkg. Trockenhefe (3,5g)
535 ml Wasser
Öl

Hauptteig
1 kg Mehl Typ 550
450g Vorteig
22g Salz
1/2 Pkg Trockenhefe (3,5g)
560ml Wasser

Zubereitung
1) Mindestens vier Tage vor dem geplanten Backtag den Vorteig ansetzen. Hierfür alles Zutaten gründlich verrühren und in ein großes, verschließbares Gefäß geben. Für 3 Tage im Kühlschrank gehen lassen
2) Am Vorabend alle Zutaten für den Hauptteig in eine Rührschüssel geben und 10 Minuten bei mittlerer Gewindigkeit kneten. Meine Küchenmaschine hat diese Menge nicht auf ein Mal geschafft, ich musste das in zwei Portionen erledigen. Eine große (wirklich große!!) Schüssel mit Öl ausstreichen und den Teig hineingeben. Mit Frischhaltefolie abdecken und eine Nacht im Kühlschrank gehen lassen
3) Am nächsten Tag aus dem Kühlschrank nehmen und kurz auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Noch einmal in die Schüssel geben, wieder abdecken und erneut zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen
4) Den Teig halbieren, zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit etwas Mehl bestäuben, mit einem Küchentuch bedecken und 40 Minuten gehen lassen
5) Den Ofen auf 250°C (Unter- und Oberhitze) vorheizen. Eine Schüssel mit etwas Wasser auf den Boden des Ofens stellen und das Brot auf der untersten Schiene des Backofens für 20 Minuten bei 190°C backen. Dann die Temperatur auf 170°C reduzieren und weitere 30-35 Minuten backen, bis es goldbraun ist und hohl klingt. Vom Blech nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Kommentare:

  1. Aber ohne Sauerteig ist es doch "nur" ein Hefebrot. Trotzdem werde ich dieses Brot recht bald nachbacken, denn ich finde, dass auch ich es nachbacken könnte. Das werde ich auch tun. LG, Jenny

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  2. Heute Vormittag habe ich meine beiden Brote gebacken und vorhin konnte ich zwei Scheiben dieses leckeren Brotes genießen. Es hat mir sehr gut geschmeckt, es hat eine schöne leicht gelbliche Farbe und ich werde dieses Brot jetzt öfter backen. Ich habe aber den Hauptteig mit frischer Hefe gemacht. Für ein Brot habe ich umgerechnet 250g Vorteig genommen. Ist das richtig oder hätte ich für ein Brot 500g Vorteig gebraucht? Denn ich habe ja jetzt noch die Hälfte des Vorteiges übrig. Die Brote habe ich in einer Kastenform gebacken. Am Ende habe ich sie aus der Kastenform genommen und noch einmal für einige Minuten in den Backofen gegeben, damit der untere Bereich auch noch schön gebräunt werden konnte. Sie sind mir sehr gut gelungen. LG, Jenny

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  3. Hallo Jenny, das hört sich super an, freut mich, dass die Brote gleich gelungen sind und Dir schmecken! Ich habe für den Hauptteig 450g vom Vorteig genommen und hatte auch noch etwas über - den Rest habe ich jetzt eingefroren und werde ihn irgendwann reaktivieren. Doch die Hauptsache ist es doch, dass die Brote lecker geworden sind! Lieben Gruß, Kathrin

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  4. Das stimmt Kathrin. Danke für Deine Antwort und LG, Jenny

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  5. Das klingt super lecker! Ich liebe auch frisches Brot :) Aber dieses scheint wirklich sehr aufwenidg zu sein. Lohnt sich aber bestimmt! Tolles Rezept :)

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