Freitag, 19. September 2014

Pasta mit Brokkolicreme


Tja, von unserer Suche nach Rezepten mit Brokkoli habe ich Euch ja bereits berichtet. Manchmal endet diese Suche durchaus erfolgreich - manchmal enttäuschend. 

Und da es im clubzimmer gute Tradition ist, auch von Fehlschlägen zu berichten - ich erinnere mich immer noch leicht schüttelnd an die armen Fische, die so gar nichts werden wollten - werde ich Euch diesen hier nicht vorenthalten. 

Allerdings gilt es zunächst einmal, Fehlschlag zu definieren. Das ist in diesem Fall ganz wichtig. Denn es ist nicht so, dass diese Pasta ungenießbar ist. Nein, weit davon entfernt. Man kann sie sogar gut essen. Doch sie ist ein Fehlschlag gemessen an der Lobpreisung, die dieses Rezept in "Italien vegetarisch" von Katharina Seiser/Claudio Del Principe begleitet. Leider teile ich die Meinung nicht, dass es das beste Brokkolirezept ever ist. Dafür fehlt mir schlicht gesagt der Bumms, die Raffinesse und ganz ehrlich: Auch der Brokkoligeschmack. 

Vielleicht ist die Enttäuschung auch deshalb so groß, weil vor dem Moment, in dem der gefüllte, dampfende Teller vor einem steht, erst einmal eine längere Kochprozedur steht. 45 Minuten soll der Brokkoli vor sich hingaren, das ist eine ganz schön lange Zeit. Doch Marzella gestählt hat uns das nicht geschreckt - nur das Ergebnis kann sich eben nicht mit der Güte ihrer Gerichte messen.

Doch belehrt mich gerne eines Besseren und verratet mir, was ich vielleicht falsch gemacht habe!

Rezept für zwei Personen

1 Kopf Brokkoli in feinen Röschen
Olivenöl
1 Peperoni Chilischote in feinen Scheiben
1 Knoblauch fein gehackt
Salz
Pfeffer 
200ml Tomatensugo

Pasta
1 Handvoll frisch geriebener Pecorino


Zubereitung
Wie gesagt, der Brokkoli soll 45 Minuten garen, fangt rechtzeitig an zu kochen. Erwärmt dafür Olivenöl in einer Pfanne (für die Ihr einen Deckel habt) und schwitzt Peperoni und Knoblauch an. Gebt die Brokkoliröschen hinzu und bratet sie kurz mit an. Rührt das Tomatensugo unter und füllt soviel Wasser (kaltes/warmes?) hinzu, bis das Gemüse knapp bedeckt ist. Nun den Deckel aufsetzen und für 45 Minuten köcheln lassen. 

In der Zeit dann irgendwann mal das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln kochen. 

Das Gemüse kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Die Nudeln und etwas Kochwasser hinzugeben, gut vermischen, auf Teller verteilen und mit etwas Pecorino bestreuen. Violá!

Lasst es Euch schmecken - und berichtet mir von Eurer Einschätzung,
Euer clubzimmer!






Kommentare:

  1. mmmh, was daran falsch ist, kann ich leider auch nicht sagen....aber Gemüse 45 Min. köcheln...geht da nicht Aroma und Inhaltsstoffe zu sehr verloren?
    Gefällt mir, dass ihr auch von Fehlschlägen berichtet!

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  2. .... na ja, ich habe da eben ganz der Expertise des Autoren vertraut ... habe aber auch überlegt, ob ich das poste ...

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  3. Schau mal, hier findest du einen ausführlicheren Text und viele Kommentare dazu: http://www.anonymekoeche.net/?p=1927 – es gibt hier kein richtig oder falsch, entweder es schmeckt oder dann eben nicht, kein Drama. Nur bei einer Zutat hast du wohl daneben gegriffen: Es müsste Peperoncino sein (eine kleine Chilischote) und nicht Peperoni (Paprika). Gut ist dir das Mangold-Rezept geglückt!

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  4. Lieber Claudio, Du hast vollkommen recht, Geschmack ist höchst subjektiv! Und gut dass Du mich auf die kleinen, aber feinen sprachlichen Klippen aufmerksam machst - tatsächlich habe ich eine Chili benutzt, die bennenen wir hier in Norddeutschland auch als Peperoni. Aber in Zukunft werde ich sie, um auch für den südlichen Raum unmissverständlich zu sein, eben auch als solche bezeichnen!

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