Dienstag, 25. Februar 2014

Kedgeree


Kochen bildet -  ich finde, dass man das schon behaupten kann. Jedenfalls habe ich beim Schreiben dieses Posts mal wieder ordentlich gelernt. Ich fragte mich nämlich, welchen Ursprungs dieses Gericht eigentlich ist, denn eine richtige Zuordnung meinerseits erschien mir schwierig. 

Und siehe da: "Kedgeree ist ein Gericht der anglo-indischen Küche, wurde also von den englischen Kolonialherren in Indien erfunden. Der Name geht auf das indische Gericht khichṛī zurück, das aus Reis, Dal Butter, Zwiebeln und Gewürzen zubereitet wird. Fisch und gekochte Eier waren ursprünglich nur Beilagen, wurden aber dem Verständnis der Kolonialherren nach bald Grundzutaten eines gelungenen kedgeree. Kedgeree wurde ursprünglich überwiegend zum Frühstück gegessen, denn der in der Morgenfrühe gefangene Fisch sollte möglichst frisch auf den Teller gelangen". 
Nicht verzagen, wikipedia fragen!

Das erklärt natürlich auch, weshalb ich das Rezept zunächst einmal partou nicht wiedergefunden habe. Ich wusste genau, in welchem Kochbuch es mir in die Augen gefallen ist, aber in den - wie ich glaubte - passenden Kapiteln zu Reis & Pasta und Fisch konnte ich es einfach nicht finden. Erst als ich - tief frustriert und an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifelnd - das Kochbuch abschließend von vorne durchblätterte, fand ich es wieder. Im Kapitel Frühstück ...

Auf alle Fälle bin ich froh, es nun ausprobiert zu haben, denn Kedgeree ist wirklich sehr lecker und ein tolles, alltagstaugliches Rezept!

Rezept für zwei Personen

250g Basmati-Reis
1 rote, gehackte Zwiebel
1 fein gehackte Knoblauchzehe
Ingwer, ca. 2 cm fein gehackt
1 TL Currypulver (bei uns gab es rotes Thai-Currypulver)
Sonnenblumenöl
Salz

4 hartgekochte Eier
1 Handvoll Koriander
1 Limette in Spalten
1 kleine Salatgurke in Vierteln
2 Forellenfilets in Stücken

Zubereitung
In einem Topf etwas Sonnenblumenöl erhitzen und die Zwiebel bei schwacher Hitze anschwitzen. Den Knoblauch, Ingwer und das Curry-Pulver hinzugeben und unter Rühren solange mit anbraten, bis die Gewürze anfangen zu duften. Dann den Reis hinzugeben, umrühren und mit 500ml Wasser aufgießen. Deckel schließen und bei schwacher Hitze solange köcheln lassen, bis das Wasser verschwunden ist. Bei uns dauerte das ca. 10 Minuten. Den Reis anschließend kräftig salzen.

In der Zwischenzeit die hart gekochten Eier halbieren, mit dem gezupften Koriander, der Limette, den Gurkenvierteln und den Forellenfilets auf einem Teller/mehreren Schalen anrichten.

Wenn der Reis fertig ist, auf zwei Teller verteilen, dann kann sich jeder seinen persönlichen Mix mit Ei, Fisch, Gurke und Koriander zusammenstellen.


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer! 

Rezept nach Bill Granger, "Basics, Rezepte für jeden Tag"


Kommentare:

  1. Ich bin wieder ganz bei dir! :-)
    Sowohl damit, dass Kochen bildet, aber auch mit diesem Gericht - es ist ganz nach meinem Geschmack! Nur nicht zum Frühstück.

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  2. Zum Frühstück wäre mir das auch nix. Aber ansonsten mag ich alltagstaugliche Gerichte wie dieses. Zumal es eines mit Süßwasserfisch ist (auf den fahre ich Event-bedingt z.Zt. besonders ab). ;-)

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  3. Ich habe bisher Kedgeree als relativ trockene Angelegenheit kennengelernt, aber das sieht hier auf dem Foto anders aus. Vielleicht sollte ich dem Gericht noch mal eine Chance geben - gerne auch zum Frühstück, ich bin da eher die Herzhafte!

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  4. Also dieses Gericht hat auf alle Fälle eine zweite Chance verdient, es ist wirklich super lecker und bestimmt auch herrlich zum Frühstück - haben wir aber auch noch nicht probiert

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