Donnerstag, 10. Oktober 2013

Mohinga

Mingalaba - "Möge Segen über Dich kommen" - so wird man in Myanmar begrüßt. Dieses wunderbare Land in Südostasien zwischen Thailand, Lhaos, Indien, China und Bangladesch stand seit 1962 unter einem rigidem Militärregime, bis 2011 ein "ziviler" Präsident als Staatsoberhaupt eingesetzt wurde.

Seitdem sind wir nicht mehr dort gewesen, das heißt wir haben uns auch noch nicht mit eigenen Augen davon überzeugen können, was die Öffnung nach Westen für die Birmesen bedeutet und welche Ausmaße der Tourismus inzwischen angenommen hat. 

Aber wir werden bestimmt wiederkehren, denn selten hat uns ein Land so berührt wie eben Birma. Die Menschen, die Kultur, die Landschaft, das Licht, das Klima - alles sehr besonders und wohltuend. 

Was die Küche angeht, so spürt man vor allen Dingen den starken Einfluss der benachbarten Länder, eine typisch birmesische Küche ist wenig präsent und wenn dann nicht annähernd so eingängig und überzeugend wie beispielsweise die thailändische. 

Selbstverständlich gibt es aber auch die typisch birmesischen Gerichte, die alleine schon eine Reise wert sind. Eines davon ist definitiv die Mohinga. 

Mohinga ist eine Fischsuppe, die zum Frühstück serviert wird und die Körper und Geist für den Tag stärkt. Mohinga ist so individuell wie ihre Köche und diejenigen, die sich an ihr laben. Die allerbeste Mohinga - und das ist natürlich ein ganz subjetives Urteil - serviert im Pan Sea in Yangon, ein wunderschönes Hotel im Kolonialstil, in dem es sich hervorragend leben lässt. 

An diese Mohinga reichen wir natürlich nicht heran, aber wir waren fast sprachlos, wie gut unsere Mohinga gelungen ist - sie schmeckt tatsächlich nach Birma!


Rezept für 4-6 Teller

1 frische Forelle (oder ein anderer Süßwasserfisch)
2 Stengel Zitronengras
2 Knoblauchzehen
4 Schalotten
2 cm Ingwer
3 EL ungesalzene Erdnüsse
3 EL ungekochten Reis
1/2 TL Kurkuma
2 getrocknete Chilis
Fischsauce

100 g Reisnudeln
Koriander
Hartgekochte Eier 
Limetten

Zubereitung

Zunächst die Fischbrühe vorbereiten. Hierfür den Fisch abspülen, abtrocknen und in einen Bräter oder eine Pfanne mit hohem Rand legen.

Von einem Stängel Zitronengras das untere und obere Ende abschneiden und mit dem Rücken eines großen Messers platt drücken. Eine Knoblauchzehen schälen und ebenfalls platt drücken. Beides zu dem Fisch geben und den Bräter/die Pfanne mit kaltem Wasser auffüllen, so dass der Fisch bedeckt ist.
Zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten bei niedriger Temperatur sieden lassen.

In der Zwischenzeit die Würzpaste herstellen. Hierfür vom restlichen Stängel Zitronengras wieder beide Enden abschneide, die äußere Hülle entfernen und längs vierteln. Dann quer in feine Streifen schneiden. Den Ingwer, zwei Schalotten, den restlichen Knoblauch schälen und fein hacken. Zusammen mit dem Zitronengras und den beiden trockenen Chilis in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten, eventuell etwas Wasser hinzufügen.

Den Reis in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Im Mörser fein mahlen. Das Gleiche mit den Erdnüssen, erst anrösten, dann zermahlen. 

Den Fisch nach 15 Minuten herausnehmen, die Brühe durch ein Sieb gießen und  beiseite stellen. Das Fischfleisch von der Haut und den Gräten lösen.

In einem Topf etwas Sonnenblumenöl erhitzen und die Würzpaste und Kurkuma erhitzen, bis es herrlich duftet. Dann das Fischfleisch hinzugeben und vorsichtig umrühren, so dass es komplett von der Würzpaste bedeckt ist. Bei schwacher Hitze ca. 5 Minuten ziehen lassen, dann die gemahlenen Erdnüsse, den gemahlenen Reis und die restlichen zwei Schalotten, geschält und in Ringe geschnitten, hinzugeben. Umrühren, dann die Brühe auffüllen.

Mit ordentlich Fischsauce würzen und 20 Minuten bei schwacher Hitze sanft kochen. 

Die Reisnudeln mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten garen lassen.

Das endgültige Finish der Suppe stellt jeder am Tisch nach seinem Gusto her. Für uns gehören Reisnudeln, hartgekochte Eier, viel Koriander und Limettensaft in eine Mohinga, gerne auch noch etwas extra Chili-Pulver.




Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer"

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