Mittwoch, 8. Januar 2014

Wan Tan Suppe mit Fischklösschen




... oder die Geschichte einer fast missglückten Premiere. 

Eigentlich war alles klar: Der Plan war, eine schnelle, leckere Nudelsuppe zu kochen. Und dabei zum ersten Mal Wan Tan zuzubereiten - natürlich mit fertigen, tiefgekühlten Teigblättern, die erstmals in unserem Gefrierfach auf ihren Einsatz warteten. Auch die Füllung ein Selbstgänger: Eine kräftig gewürzte Fischfarce aus Seelachsfilet - easy. 

Die Zubereitung dieser Suppe ist so einfach und schnell, dass wir parallel dazu noch eine Mohinga für den nächsten Tag kochen wollten. Mohinga erfordert etwas mehr Einsatz und Konzentration, so dass wir quasi nebenher die Fischfarce zubereitet und die Suppe aufgesetzt haben. Und irgendwie verging darüber recht viel Zeit, unsere Mägen wiesen uns laut und deutlich auf die vorgerückte Stunde hin. Wir beruhigten unsere Mägen mit dem Verweis auf den fertigen Wan Tan Teig, der nur noch rasch aufgetaut werden musste. 

Full stop. Denn das rasch galt es zu streichen, angesichts des Teigblocks, den wir aus dem Tiefkühlfach holten. Die Teigblätter waren so fest miteinander verfroren, dass sie nicht einmal zu erkennen waren. Das Auftauen würde offensichtlich Stunden dauern. Und diese Zeit hatten unsere Mägen nicht mehr. 

Also Plan B: Die Lust auf Suppe war uns inzwischen fast vergangen. Wir wollten uns nun lieber bekochen lassen und geschwind essen gehen. Zuvor musste aber noch der Fisch gerettet werden, der konnte ja schließlich nichts dafür, dass wir das Timing verdiddelt hatten. Also einen Topf mit Wasser aufsetzen, aus der Fischfarce Bällchen formen, warten bis das Wasser kocht, um Fischbällchen zu garen, die wir dann am nächsten Tag in die Mohinga geben könnten. Natürlich dauert es auch, bis das Wasser kochte, außerdem galt es noch zu diskutieren, wohin wir denn essen gehen wollten. Wieder vergingen zum Leidwesen unserer Mägen zwanzig Minuten, dann aber war alles fertig, nur noch rasch die Arbeitsfläche aufräumen, den unrühmlichen Klumpen Tiefkühlteig elegant entsorgen und los. 

Fulll stop. Entsorgen war nicht mehr nötig, denn in der Zwischenzeit waren die Teigplatten soweit angetaut, dass wir sie trennen konnten. Der Rest war quasi in Sekundenschnelle erledigt - schließlich kann man auch Fischbällchen in Wan Tan Blätter hüllen, oder?

Wir wurden belohnt mit einer herrlichen, sättigenden  Suppe, die es nun - mit besserem Timing - sicherlich oft geben wird!

Rezept für zwei Personen

Fischfarce
500g Seelachsfilet, entgrätet und grob zerkleinert
1 Handvoll frischer Koriander
3cm Galgant, geschält und ebenfalls grob zerkleinert
1 EL Oystersauce
1 EL Fischsauce
1 TL Sesamöl
1/2 Bund Frühlingszwiebeln in dünnen Röllchen

12 Wan Tan Teigblätter - aufgetaut

750 ml Garnelenfond + 250 ml Wasser

2 EL rotes Curry

1 kleiner Pak Choi in kleinen Stücken 
1 Handvoll Shitake Pilze in Scheiben

Sonnenblumenöl
Sojasauce

1 Handvoll frischer Koriander

Zubereitung
Alle Zutaten für die Fischfarce - bis auf die Frühlingszwiebeln  - in den Blender geben und kurz hacken. Die Frühlingszwiebelröllchen untermischen.

In die Mitte jedes Wan Tan Blattes etwas von der Fischfarce geben, die Ränder mit Wasser befeuchten und zu Dreiecken zusammenklappen, gut festdrücken. 

Aus der restlichen Fischfarce haselnussgroße Bällchen formen, in kochendes Wasser geben und 2-3 Minuten sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen und grau sind. Herausnehmen und gut abtropfen lassen und beiseite stellen.


In einem Topf etwas Öl erhitzen und das Curry hinzugeben. Unter Rühren erwärmen, bis es zu duften beginnt. Den Fischfond dazu geben und zum Kochen bringen. Dann den Pak Choi und die Shitake Pilze hineingeben, ungefähr zwei Minuten mitkochen und dann die noch rohen Wan Tans vorsichtig in die leise köchelnde Suppe gleiten lassen. Mit etwas Sojasauce abschmecken und weitere zwei Minuten köcheln lassen.

Die Fischbällchen auf die Teller verteilen, die Suppe drüber gießen, mit dem Koriander bestreuen und endlich essen!



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

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