Dienstag, 4. März 2014

Fisch süß-sauer





Als ostwestfälisches Kleinstadtkind war der heimische Chinese - neben "dem" Griechen - lange Zeit die kulinarische Sensation. Es gab natürlich auch noch "den" Italiener - den es heute, vierzig Jahre später, in so gut wie unveränderter Form immer noch gibt - und "den" Jugoslawen doch die Sympathien der Familie galten klar den beiden erstgenannten. 

Auch mein Opa - bereits damals nicht mehr jung - lud gerne zu seinen Geburtstagen wechselweise in eines der beiden Lokale, wobei der Asiate ganz offensichtlich sein Favorit war. Mein Opa war sowieso immer für eine Überraschung gut , hat er sich doch in hohem Alter noch aufgemacht, seinen Sohn zu besuchen - in Australien! 


Doch bevor ich nun noch weiter abschweife, zum Thema zurück: Der absolute Klassiker beim Chinesen war damals natürlich Schweinefleisch süß-sauer. Auch ich habe es geliebt, von Glutamat und anderen bösen Sachen hatte ich natürlich keine Ahnung, dieses Kombination von süß und sauer war einfach nur lecker. 


Auch Jahrzehnte später überkommt mich manchmal so ein Flash-Back. Dann muß es einfach süß-sauer sein, doch heute natürlich ohne Glutamat & Co. und mit Fisch anstatt mit Fleisch. Ich denke mal, dass ich ähnlich glücklich grinsend vor meinem Teller sitze wie früher!
 

Rezept für zwei Personen

Reis

500 g Seelachsfilet in kleinen Stücken
1 rote Paprika in Streifen geschnitten
1 Brokkoli
1 Zwiebel in dünnen Ringen
1 Knoblauchzehe, gehackt

Sauce
250 ml Tomatensugo
3 TL Pflaumensauce
1 EL Sriracha
1 EL Fischsauce
1 EL Reisessig
1 TL Oystersauce

 Ausbackteig
150 ml Bier
100 g Mehl
1 TL Salz
Pfeffer

Rapsöl
Sonnenblumenöl

Zubereitung
Den Reis aufsetzen und kochen (wir haben dafür einen Reiskocher).

In einem Wok etwas Sonnenblumenöl erhitzen und die Zwiebelringe und den Knoblauch anschwitzen. Die Paprikastreifen und Brokkoliröschen hinzugeben und unter häufigem Rühren garen. 

Alle Zutaten für die Sauce miteinander verrühren und zu dem gegarten Gemüse geben.

Für den Ausbackteig das Bier mit dem Mehl, Salz und einer Prise Pfeffer verrühren. 

In einer hohen Pfanne das Rapsäl ca. 3 cm hoch einschütten und hoch erhitzen. Die Fischstücke durch den Ausbackteig ziehen, abtropfen lassen und in das heiße Fett geben. Wenn sie knusprig braun sind, herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Wenn alle Fischstücke ausgebacken sind, den Reis auf Schüsseln/Teller verteilen und mit Fisch, dem Gemüse und der Soße bedecken. 

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!


1 Kommentar:

  1. Diese Variante ist auch mir wesentlich lieber als die früher mit Glutamat und Co.
    Sieht wirklich zum glücklich-machen aus! :-)

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