Freitag, 20. September 2013

Gefüllte Kalmare in Tomatensauce

Gerade am Wochenende nehmen wir uns im clubzimmer gerne Zeit, etwas besonders Leckeres zu kochen. Es ist zwar nicht so, dass das Maß an Geschmack proportional mit der Zeit wächst, die man in die Zubereitung steckt, aber manche Dingen brauchen einfach relativ viel Zeit - und ich bin ehrlich, deshalb stehen sie auch eher selten auf unserem Speiseplan.

Doch wenn wir uns dann die Mühe machen, sitzen wir nachher garantiert glücklich schlemmend am Tisch. 

Besonders glücklich ist der Clubchef, wenn es Kalmar oder Tintenfische gibt. In Asien trägt er übrigens auch den Beinamen Mr. Squid, weil während seiner Aufenthalte dort kein Squid vor ihm sicher war und er ernsthaft überlegt hat, den Koch zu bestechen, damit der auch schon zum Frühstück Squid serviert. 

Ehrensache, dass es auch hier in Deutschland regelmäßig diese Leib- und Magenspeise für den Clubchef gibt! Doch während ich bei gegrilltem Kalmar aussteige, weil ich das Mundgefühl nicht mag, bin ich bei diesen gefüllten Kalmaren Feuer und Flamme. Sie sind nachher butterzart und dank der Füllung und der Sauce schmeckt man eben nicht nur Kalmar, sondern kann sich durch verschiedene Gemacksebenen essen. 

Bei diesem Rezept sind es auch mal wieder nicht besonders exotische Zutaten, sondern einfach die Kombination und Zubereitung, die den Unterschied ausmachen!




Rezept für zwei Personen (oder vier Personen als Vorspeise)
(in Anlehnung an ein Rezept von Giorgio Locatelli, "Made in Italy")

16 mittelgroße Kalmare

Füllung
6 Anchovis
1 große Handvoll Petersilie
1 große Handvoll Basilikum
1 Knoblauchzehe
2 EL frisch geriebener Parmesan


Tentakeln 
Paniermehl
Olivenöl


Sauce
2 große, reife Tomaten in kleinen Würfeln
1 Handvoll Basilikum
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Die Kalmare vorbereiten. Hierfür zunächst den Kopf mit den Tentakeln aus dem Körperbeutel herausziehen, die Innereien wegwerfen. Aus dem Körperbeutel die restlichen Innereien und den Chitinstab entfernen, ebenfalls wegwerfen. Die Flossen samt der lila Haut vom Körper ziehen, wegwerfen. Den so gereinigten Körperbeutel waschen. Die Tentakeln über den Augen vom Kopf abtrennen, ausdrücken und den Schnabel wegwerfen. Nur die Tentakeln behalten.

Anchovis, Kräuter, Knoblauch und etwas Öl für die Füllung in einen Standmixer geben und fein hacken. Die Tentakeln, den Parmesan und eine gute Handvoll Paniermehl hinzugeben und ebenfalls hacken. Die Masse sollte sich nachher gut formen lassen und nicht zu klebrig sein.

Und nun kommt das Geduldsspiel: Die Masse muss in die Körperbeutel gefüllt werden. Wir hatten diesmal sehr kleine Kalmare - zum letzten Mal! So war es eine elende Fummelei, bis alle Kalmare gefüllt waren. Sie sollen prall, aber nicht ganz voll gefüllt werden, denn die Öffnung muss dann mit einem Zahnstocher verschlossen werden.

Wenn alle Kalmare gefüllt und so verschlossen sind, von allen Seiten mit Olivenöl einstreichen und in einer sehr heißen Grillpfanne von beiden Seiten kurz anbraten, bis sie Grillstreifen zeigen. Dabei die Grillpfanne nicht zu voll machen, sondern lieber in mehreren Portionen grillen. 

In der Zwischenzeit in einer hohen Pfanne das Olivenöl, die Tomatenwürfel und das Basilikum erwärmen und mit Salz und Pfeffer würzen. 

Die Zahnstocher aus den angebratenen Kalmar entferne und die Kalmare in die Tomatensoße legen. Bei schwacher Hitze so lange ziehen lassen, bis Saft aus der Füllung austritt. 

Dann sind sie fertig - das dauert bestimmt fünf Minuten, sollte aber nicht länger als 10 Minuten sein, denn sonst werden die Kalmare zäh. 


Als Beilage hierzu eignet sich natürlich frisches Brot, mit dem man dann wunderbar auch noch den letzten Tropfen Sauce aufstippen kann!



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

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