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Dienstag, 20. März 2018

Japanischer Kartoffelsalat



Nein, nein, nein ... ich jammer nicht, dass es nicht endlich Frühling wird. Bemerke nur ganz sachlich an, dass es auch für die Fotoqualität wirklich besser wäre, mal wieder mit Licht verwöhnt zu werden. So müsst Ihr mir einfach glauben, dass der Kartoffelsalat in Wirklichkeit von heller, lichter Farbe ist, so wie es sich gehört. 

Das Rezept hierfür entspringt Stevan Pauls "Meine japanische Küche". Der Praxistest im clubzimmer zeigt, dass sein Anliegen, die japanische Küche alltagstauglich für uns zu machen, sehr gelungen ist. Wir kochen seid Monaten die Rezepte rauf und runter und gerade an Abenden, wenn uns so gar nichts mehr einfallen mag, Energie und Inspiration auf unterstem Dezembergraulevel rumdösen, finden wir in diesem Kochbuch immer etwas, wonach uns der Sinn steht. Also sollte einer von Euch dieses Kochbuch noch nicht im Regal stehen haben- kaufen!

Dieser Kartoffelsalat ist so simple, wie ergreifend. 500g Kartoffeln kochen, in Scheiben schneiden. Eine Mayonnaise anrühren, diese mit Wasabi würzen, über die Kartoffeln geben. Mit Furikake und ein paar Sprossen toppen. Anstatt einer klassischen Mayonnaise machen wir uns inzwischen ganz oft - auch auf Anregung von Stevan Paul hin - oft ein Dressing aus Seidentofu. Hierfür wird Seidentofu (ca. 150g) mit je 1 EL Mirin, heller Sojasauce und hellem Sesam püriert und mit ein paar Spritzern Limone abgeschmeckt. Leichter und tatsächlich frischer als Mayonnaise. Und man wird irgendwie zum Tofu Fan ....

Wie auch immer - lass es Euch schmecken!
Euer clubzimmer

Montag, 17. Oktober 2016

Kartoffel-Möhren-Rösti mit Feldsalat und pochiertem Ei


Nach der süßen Schneckenbombe der letzten Woche sollte es nun wirklich mal wieder salzig werden im clubzimmer. 

Außerdem hat dieser dann doch sehr schnelle Jahreszeitenwechsel, der mir kaum Zeit ließ, aus dem Bikini raus- und in den Wintermantel reinzukommen, auch ordentlich Appetit auf herzhaftere Kost gemacht. Plötzlich sind wieder Kartoffeln angesagt, nicht in Form von kaltem Kartoffelsalat, den man mal gerade im Sonnenuntergang auf der Wiese verspeisen kann, sondern als warme, dampfende Rösti direkt aus der Pfanne. In der Kombination mit Möhre und dem knackigen Feldsalat ist das eine ziemlich herbstliche, schnelle Mahlzeit, die rote Wangen macht.

Rezept für zwei Personen

6 rohe, grob geriebene Kartoffeln
2 rohe, grob geriebene Möhren
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Pflanzenöl

100g Feldsalat
Salz
1 TL Senf
1 EL Weissweinessig
Olivenöl

2 pochierte Eier
Kürbiskerne

Zubereitung
1) Die Kartoffel- und Möhrenraspel in einer Schüssel mit einer großzügigen Prise Salz vermischen und fünf Minuten ruhen lassen. Die Raspel dann portionsweise ausdrücken und in eine saubere Schüssel geben, mit Pfeffer würzen und mit Olivenöl benetzen und vermischen, so dass alles einen leichten, öligen Film hat
2) In einer Pfanne Pflanzenöl erhitzen und die Hälfte der Raspel hineingeben, ein wenig plattdrücken und von jeder Seite 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Mit dem zweiten Rösti ebenso verfahren
3) In der Zwischenzeit Salz, Senf, Weissweinessig und Olivenöl zu einem Dressing verrühren, zwei Eier in siedendem Essigwasser pochieren und die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten
4) Die Rösti vorsichtig auf die Teller geben, den Feldsalat durch das Dressing ziehen, auf die Rösti legen, das pochierte Ei und Kürbiskerne hinzu. Den Rest des Dressings über die Rösti träufeln

Lasst es Euch schmecken, 
Euer clubzimmer!

Freitag, 21. November 2014

Erdäpfelgulasch


Wir leben zwar auf dem Land, aber nicht auf dem Mond. Als ehemalige Großstädter und dann auch noch mit beruflichen Interesse nehmen wir gesellschaftliche Trends und Entwicklungen durchaus wahr. Dabei hilft dann auch in der Tat der distanzierte Blick, den man als Dörfler auf das Treiben der trendigen Großstädter hat. Ich bin mir sicher, dass keinem Werktätigen, der in die U2 am Schlump morgens auf dem Weg zur Arbeit einsteigt, noch auffällt, dass 80% aller Mitfahrenden weiße Fäden aus den Ohren hängen und es bei 100% unmöglich ist, Blickkontakt aufzunehmen, weil die Blicke an Displays hängen und nicht in der Umgebung schweifen. Dem Dörfler fällt das auf ...

Doch manchmal werden wir auch rechts überholt. Oder ignorieren aus unerfindlichen Gründen Dinge, die unseren Alltag bereichern würden. So muss ich mich jetzt als wahrscheinlich letzte Bloggerin outen, die endlich "Österreich vegetarisch" von Katharina Seiser in ihren Händen hält. Obwohl das clubzimmer in vegetarisches Blog ist, begegne ich Kochbüchern mit dem Zusatz vegetarisch zunächst einmal mit einem Grundmisstrauen. Zu oft sind diese Kochbücher aus dem Gefühl eines Defizits heraus entwickelt, quasi spassbefreit. Das trifft auf diese vegetarische Reihe ausdrücklich NICHT zu. Und nachdem "Deutschland vegetarisch" zu einem der Lieblingskochbücher des clubzimmers geworden ist und auch "Italien vegetarisch" seinen Weg aufs Land gefunden hat, musste nun natürlich auch der Erstling her. Und damit das nächste Lieblingskochbuch! Auch hieran mag ich den Ansatz besonders gerne, Klassiker neu - eben vegetarisch - zu interpretieren und das ohne "Ersatzprodukte", sondern mit ganz viel Feingefühl und Geschmack. 

Es sind auch hier die ganz einfachen Gerichte, die mich spontan begeistert haben. So wie dieses Erdäpfelgulasch. Braucht quasi nichts - also Kartoffeln und Zwiebeln - nur ein bisschen Zeit und Liebe und Simsalabim: Man hat ein wunderbares Essen auf dem Tisch!

Rezept für zwei Personen

4-5 festkochende rohe Kartoffeln, geschält, in gleichmäßigen Stücken
4-5 Zwieblen in feinen Ringen
3 fein gehackte Knoblauchzehen
Pflanzenöl
1/2 TL Kümmel
1/2 TL getrockneten Majoran
1 TL Tomatenmark
2 TL Paprikapulver 
Weißweinessig
Salz
 

Zubereitung
Etwas Pflanzenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelringen darin langsam hellbraun schmoren - das kann ca. 20 Minuten dauern. Dann den Knoblauch, Kümmel und Majoran hinzugeben, kurz mitanbraten, das Tomatenmark und Paprikapulver einrühren und mit etwas Wasser ablöschen. Mit einem Spritzer Essig und Salz würzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. 

Dann die Kartoffelstücke hinzugeben und alles knapp mit Wasser bedecken. Bei kleiner Hitze ca. 30-40 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind und eine schöne Bindung zu den Zwiebeln und der Flüssigkeit haben. 
Eventuell mit Salz nachwürzen und servieren. 

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Mittwoch, 24. September 2014

Gnocchi mit Pesto


Also, im clubzimmer ist das ja so: Es gibt so einiges, das wir richtig gerne essen. Schon ein kurzer Blick auf unsere Speisekarte zeigt deutlich, dass das clubzimmer ein wahrer Pasta- und Pizzatempel ist. Da kann man gar nicht drum herum reden - muss man auch gar nicht. 

Anderes findet sich eher selten auf unserem Speiseplan. Dazu gehören sämtliche kartoffelklössige Varianten: Der gemeine Kartoffelkloss, die Schupfnudel und eben auch Gnocchi. Das liegt zum einen an unserem eher unterkühlten Verhältnis zur Kartoffel als solchen und zum anderen an der doch polarisierenden Textur dieser Produkte. 
Während der Clubchef den mangelnden Biss kritisiert, finde ich gerade die schlotzige, weiche Konsistenz dieser Kartoffellklösslinge besonders toll. 

Und da das Leben nun mal aus Kompromissen besteht, gibt es nur - aber wenigstens - ab und an irgendetwas Kartoffelklossiges. 

Diesmal habe ich mich an Gnocchi gewagt. Meine ersten Versuche liegen lange zurück, das einzige, was ich erinnere, ist ein Riesenaufwand und ein eher enttäuschendes Ergebnis. Also habe ich für den nächsten Versuch alle meine Küchengötter konsultiert - Frau Hazan, Herrn Locatelli und auch den Herrn Norman. Ei oder kein Ei - das war hier die Frage. Und was soll ich sagen: Obwohl es 2:1 für das Ei steht, habe ich mich gegen das Ei im Teig entschieden. Dann wenn Frau Hazan sagt, dass es auch ohne geht, dann geht es ohne. Und dann ist es sicherlich besser als mit. Sorry die Herren! 

Ihr ahnt es: Frau Hazan hat mal wieder Recht. Gnocchi Teig lässt sich ohne Ei herstellen, die Gnocchi sind dann weniger schleimig feucht und quellend im Mund. Ein hervorragender Kompromiss für den Clubchef und mich, der nichts weiter als etwas Petersilien-Pesto und Parmesan braucht, um zu einem kulinarischen Wohlgenuss zu werden!

Rezept für zwei Personen

3 große Kartoffeln, festkochend
Mehl Typ 00
Petersilien-Pesto
1 Handvoll gereibener Parmesan

Zubereitung
Die Kartoffeln mit Schale in kaltem Wasser aufsetzen und 17-20 Minuten gar kochen. Kurz abkühlen lassen, dann schälen und mit einer Kartoffel- bzw. Spätzlespresse auf die bemehlte Arbeitsfläche drücken. 
Dann das Mehl einarbeiten - hinsichtlich der Menge müsst Ihr Euch auf Euer Gefühl verlassen. Fangt mit einer Handvoll an und gebt nach und nach so viel Mehl hinzu, bis Ihr einen geschmeidigen, homogenen Teig habt. 
Teilt diesen Teig nun in verschiedene Teile und rollt diese zu nicht zu dünnen Rollen. Nun schneidet von den Rollen kleine Scheiben ab, drückt diesen mit den Zinken einer Gabel Rillen ein. Lagert die Gnocchi auf einem mit Mehl bestäubten Backblech und kocht sie portionsweise in gesalzenem Wasser. Sie sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen. Bis alle gegart sind, halten die bereits fertigen Gnocchi im leicht geheizten Backofen warm. 
Vermischt die Gnocchi mit Pesto, verteilt sie auf Teller, bestreut sie mit Parmesan und:


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 13. Mai 2014

Eier in Senfsauce




Stevan Pauls "Deutschland vegetarisch" ist im clubzimmer den letzten Monaten wirklich zum absoluten Dauerbrenner geworden, es vergeht eigentlich keine Woche mehr, in der wir nicht mindestens ein Gericht aus diesem wunderbaren Kochbuch kochen. 

Das liegt nicht nur daran, dass die Rezept so wunderbar schmackig und abwechslungsreich sind und sich hervorragend nachkochen lassen. Darüber hinaus finden sich so viele Klassiker, die in uns Kindheitserinnerungen wachrufen, weil sie die Küche unserer Mütter und Großmütter abbilden. 

Mit diesen Rezepten ist es so eine Sache: Einerseits jauchzt man auf vor Freude, das ein und andere wieder zu entdecken. Andererseits ist man höchst skeptisch, ob sich der Kindheitsgeschmack auch tatsächlich reproduzieren lässt oder ob der neuzeitliche Versuch nicht in einer großen Enttäuschung endet. 

Eier in Senfsauce ist genauso ein Gericht. Ganz viel Kindheitserinnerungen an große, senfige Saucenseen mit leckeren, hartgekochten Eiern, ein unverwechselbarer Geschmack, nie zu scharf, leicht süß, aber auch säuerlich. Vor Jahren hatte ich schon einmal versucht, das ohne Rezept nachzukochen - der Versuch war so jämmerlich, dass er nie wieder wiederholt wurde. 

Doch nun - beflügelt von den vielen Erfolgserlebnissen, die mir dieses Kochbuch schon beschert hat - ein neuer Angang. Mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, denn dazu soll es Bratkartoffeln geben. Und Bratkartoffeln sind in meiner Familie eine heilige Angelegenheit. Denn "Brats" - so werden sie liebevoll genannt - richtig zuzubereiten, ist eine höchst anspruchsvolle Tätigkeit, bei der viel schief gehen kann. Deshalb liegt das auch im Verantwortungsbereich meines Vaters, der ansonsten in der Küche nichts verloren hat - nur die "Brats". die macht er. Logisch, dass ich mich bei dieser Prägung kaum an die eigene Bratkartoffelpfanne traue!

Doch dank der wie immer glänzenden Anleitung kann ich nun vermelden: Mission accomplished! Senfsauce schmeckt wie früher, Bratkartoffeln waren wundervoll knusprig, wohliges Schweigen beim Schmausen!

Rezept für zwei Personen

4 hartgekochte Eier

6 am Vortag gekochte, hartkochende Kartoffeln in dickeren Scheiben
1 Zwiebel, fein gehackt
1 rote Zwiebel, fein gehackt
Bratbutter
Salz
1 EL feingehackte Petersilie

Senfsauce
Butter
1/3 Salatgurke, geschält, entkernt in kleinen Würfeln
1 feingehackte Zwiebel
Mehl
200ml Gemüsebrühe
100ml Milch
100ml Sahne
1 EL Schmand
1-2 EL Senf (je nach gewünschtem Schärfegrad)
Salz
Pfeffer
Weißweinessig
Zucker

Zubereitung
Bratfett in einer großen Pfanne erwärmen und die Kartoffelscheiben möglichst nicht überlappend hineinlegen. 4-5 Minuten ohne zu wenden (!) braten, wenn sich eine erste leichte Bräunung zeigt, vorsichtig umdrehen und weitere 15-20 Minuten braten und nur wenig wenden. Wenn sie rundrum eine zarte Bräunung angenommen haben, die Zwiebeln hinzugeben. 
Die Bratkartoffeln sind fertig, wenn sie von beiden Seiten schön knusprig sind. Sie werden erst direkt vor dem Servieren gesalzen und mit Petersilie bestreut. 

In einem Topf die Butter erwärmen und die Zwiebel und die Gurkenwürfel anschwitzen. Mit einen gehäuften Esslöffel Mehl bestreuen und mit der Gemüsebrühe unter ständigem Rühren aufgießen. Dann die Milch und die Sahne hinzugießen und 4-5 Minuten köcheln lassen. Schmand und Senf hinzugeben, mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und ein paar Spritzern Weißweinessig abschmecken. 

Die Eier halbieren, mit Bratkartoffeln und Sauce auf die Teller geben. 



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Montag, 24. Februar 2014

Himmel un Äd



Diese Kölner - schon ein spezielles Völkchen. Erst schunkeln sie jedes Jahr wochenlang im kollektiven Wahnsinn  - und das auch noch ohne richtiges Bier - und dann geben sie ihrem Essen auch noch putzige Namen. Halver Hahn oder eben Himmel un Äd. Wie soll man denn bitte als Normalbürger ohne Karneval im Blut darauf kommen, was sich dahinter verbirgt?

Dabei ist es bei Himmel un Äd ganz einfach. Kartoffeln werden ja auch Erdäpfel genannt, so dass der Himmel für die Äpfel am Baum und Äd für die Äpfel in der Erde steht. Logisch, oder? Der Name sagt jedenfalls auch, dass es eigentlich ein Gericht aus Kartoffeln und Äpfeln ist - und zwar Apfelmus. 

Allerdings werden hierzu häufig nicht nur geröstete Zwiebeln, sondern auch fleischiges Beiwerk gereicht, was im clubzimmer natürlich nicht in Frage kommt. Anders als bei den meisten anderen Rezepten, hätte ich mir hierzu allerdings tatsächlich etwas kräftig Fleischiges gewünscht, ich kenne es mit gebratener Blutwurst und die Kombination ist sehr lecker. 

Das Apfel-Zwiebelgemüse ist allerdings wirklich sehr gut und der Kartoffelstampf genau die richtig soulige Note, um kühle Winterabende zu erwärmen!

Rezept für zwei Personen

Kartoffelstampf
6 mittelgroße, mehlig kochende Kartoffeln, mit Schale gekocht
150 ml Milch
50ml Sahne
Butter
Muskatnuss
Salz
Pfeffer

1 Gemüsezwiebel in Spalten geschnitten
Sonnenblumenöl 
Salz
Pfeffer
Zucker
Majoran 
Weisswein

1 ungeschälten Apfel in Scheiben
Sonnenblumenöl
Butter
Apfelsaft 

1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung
Etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelspalten bei mittlerer Hitze mit viel Geduld anbraten, bis sie eine schöne, goldbraune Farbe angenommen haben. Mit Salz, Pfeffer, Majoran und einer Prise Zucker würzen und mit einem kräftigen Schluck Weißwein ablöschen.

In einer anderen Pfanne etwas Sonnenblumenöl und einen Stich Butter erwärmen und die Apfelscheiben anbraten, dabei so wenig wie möglich wenden. Wenn sie goldbraun geworden sind, mit Apfelsaft ablöschen und gemeinsam mit der Petersilie zu den Zwiebeln geben.  

In einem Topf die Milch, Sahne und Butter erwärmen, die Kartoffeln pellen und in der Flüssigkeit mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Mit einer ordentlichen Prise Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen. 

Kartoffelstampf und Zwiebel-Apfelgemüse auf die Teller verteilen. 

Wenn das kein Soulfood ist, dann weiß ich es auch nicht! Deshalb möchte ich mit diesem Soulfood Klassiker beim Winter-Soulfood Event von bushcooks kitchen mitmachen, der zur Feier seines 3jährigen Blog-Geburtstages stattfindet. 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Dorothée!



3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood  

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Rezept nach Stevan Paul, "Deutschland vegetarisch", Brandstätter Verlag


Freitag, 21. Februar 2014

Schneller Kartoffelsalat mit Frikadellen



.... und, wo ist der Fehler? Keine Sorge, das clubzimmer ist nicht zur Fraktion der Fleischesser konvertiert. Ich habe vielmehr einen Versuch gestartet, eine Alternative zu Fischburgern zu finden, denn schließlich steht das Frühjahr und damit der Beginn der BBQ-Saison quasi vor der Tür *hüstel*. 

Und da aber eben noch deutlich Winter ist, wurden die Bratlinge eben zu einem schnellen Kartoffelsalat verspeist, an dem das Kochen der Kartoffeln am Vortag wirklich das Aufwendigste ist. Ein bisschen Rotkraut-Salat sorgt für den farblichen Akzent und die natürlich die gesunde Note. 

Und die Bratlinge? Sind aus Kidney-Bohnen, mit ein wenig Zwiebelchen, Chili und Senf gepimpt und paniert in der Pfanne ausgebraten. Eine feine Sache, schmeckt prima, nur bezüglich der Konsistenz hätte vielleicht ein Ei noch ganz gut getan. Doch so ist es ein Gericht, das ganz ohne tierischen Bestandteil auskommt und deshalb genau das Richtige für den 

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Der tierfreitag ist ein Initiative, die von Katharina Seiser ins Leben gerufen wurde und mit dem sie für einen bewußten Konsum von Nahrungsmitteln wirbt. 

Hieran beteiligt sich das clubzimmer ausgesprochen gerne!



Rezept für zwei Personen


Schneller Kartoffelsalat
6 Kartoffeln, in der Schale am Vortag gekocht
2 TL Dijon-Senf
1 EL Weißweinessig
6 EL Sonnenblumenöl
Salz
Pfeffer

Bohnen-Frikadellen
1 Dose Kidney-Bohnen
1 kleine gehackte Zwiebel
1 Chili, entkernt und in kleinen Stücken
1 EL Dijon-Senf
Salz
Pfeffer

Paniermehl

Rotkohl-Salat
1/4 Rotkohl, fein gehackt
2 EL Weißweinessig
3 EL Sonnenblumenöl
Salz
Zucker

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Den Senf, Essig und eine kräftige Prise Salz zu einer Emulsion vermengen und das Öl einarbeiten. Gemeinsam mit einer kräftigen Prise Salz über die Kartoffeln geben und vorsichtig unterheben. Mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen, dabei gelegentlich wenden.

Den Rotkohl mit dem Essig und dem Öl vermengen und mit Salz und einer Prise Zucker würzen. Ebenfalls ziehen lassen.

Die Kidney-Bohnen abgießen und mit kalten Wasser abspülen. Gut abgetropft in eine Schale geben und mit einem Kartoffelstampfer grob zerkleinern.

In einer Pfanne etwas Sonnenblumenöl erwärmen und die Zwiebel und Chili anschwitzen. 

Gemeinsam mit dem Senf und einer Prise Salz zu den zerstampften Bohnen geben und verrühren. Mit Pfeffer würzen. 

Wieder etwas Sonnenblumenöl in die Pfanne geben, mit kalten, feuchten Händen aus dem Bohnenmus Frikadellen formen, diese von beiden Seiten in Paniermehl wälzen und in die heiße Pfanne legen. 

Von beiden Seiten gold braun braten. Mit Senf serviert ist das ein reelles Mittagessen - Gewürzgurke geht natürlich auch noch gut dazu!


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!


Mittwoch, 15. Januar 2014

Labskaus




Es gibt so ein paar Gerichte, deren Erwähnung erzeugt in der Regel einen ganz bestimmten Gesichtsausdruck beim Gegenüber: Die Stirn wird gerunzelt, die Nase leicht angeekelt gekräuselt, die Augen sind vor Entsetzen leicht geweitet. 

Kennt Ihr diesen Gesichtsausdruck auch? "Kutteln" ist so ein Hunderprozentiger für diesen Gesichtsausdruck, "Leber" funktioniert immerhin bei jedem Zweiten, "Marzipan" hingegen nur in meiner schwäbischen Familie. 

"Labskaus" rangiert meiner Erfahrung nach in einer Klasse mit Kutteln, was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann - also weder für Kutteln, noch in Bezug auf Labskaus. 

Ich mag Labskaus sogar ausgesprochen gerne. Dass ich deshalb kein komischer Freak bin, bestätigt ein Blick auf die Speisekarte des Fischereihafen-Restaurants, eines der ersten Häuser in Hamburg, denn die bieten Labskaus immer an.  

Leider ist Labskaus eigentlich ein Gericht, in dessen Genuss der Clubchef, da er kein Fleisch isst, noch nie gekommen ist. Labskaus kommt aus der Zeit der Segelschifffahrt und bestand wohl ursprünglich hauptsächlich aus Pökelfleisch. Pökelfleisch gehörte auf diesen Schiffen zur vorgeschriebenen Ration, allerdings schmerzten vielen Seefahrern die Zähne, da sie unter Skorbut litten, so dass die Portion Pökelfleisch kleingehackt und püriert wurde. Heutzutage ist Labskaus in der Regel ein Püree aus Corned Beef, Kartoffeln, Matjes und Roter Bete. 

Und im clubzimmer heute ganz ohne Fleisch, dafür mit Rollmops. Die Labskaus-Premiere für den Clubchef, die ihm richtig gut geschmeckt hat!

Rezept für zwei hungrige, vegetarische Seeleute

800g mehlig kochender Kartoffeln
ca. 400g Rote Bete
150ml Gemüsebrühe
100ml Gewürzgurkenwasser
60g Butter
2 Zwiebeln in feinen Ringen
Rapsöl
Dill
Salz
Pfeffer
Zucker
4 Eier
Gewürzgurken
Rollmöpse

Zubereitung
Die Kartoffeln und die Rote Bete ungeschält in getrennten Töpfen in Salzwasser garen. Bei den Kartoffeln dauert das 15-17 Minuten, bei der Roten Bete kann das je nach Umfang auch 45-50 Minuten dauern.

Die Kartoffeln abgießen und ausdampfen lassen, dann pellen und mit der warmen Gemüsebrühe und der Butter zu Brei stampfen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und warm halten.

Die Rote Bete schälen und fein hacken, ebenfalls mit Salz und Pfeffer würzen und in den Kartoffelbrei rühren. 

Die Zwiebelscheiben in einer Pfanne mit Öl goldbraun braten, etwas fein geschnittenen Dill und einen Stich Butter hinzugeben, dann mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Die Zwiebeln in einer Schüssel warm stellen, die Pfanne grob auswischen, etwas Butter zerlassen und darin die Spiegeleier braten.

Den Labskaus mit Spiegelei anrichten, ein paar Röstzwiebeln darauf verteilen und nach Geschmack Gewürzgurken und Rollmöpse dazu reichen.



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Rezept nach  "Deutschland vegetarisch" von Stevan Paul, Brandstätter Verlag

Dienstag, 14. Januar 2014

Kartoffelsalat mit Roter Bete





Bei Kartoffelsalat hängt die Latte im clubzimmer hoch, sehr hoch sogar. Den geriebenen Kartoffelsalat kann nämlich eigentlich nichts toppen, höchstens der Kartoffelsalat mit Gurke, selbstverständlich auch nach schwäbischer Art. 

Demensprechend gering war meine Erwartung, mit dieser doch recht norddeutschen Kartoffelsalat-Variante auf große Gegenliebe beim Clubchef zu stossen. Etwas Hoffnung machte ich mir, weil es ein Meerrettich-Dressing dazu geben sollte und das ist nun wieder ganz nach dem Geschmack vom Clubchef.

Und nun hat es dieser Kartoffelsalat doch tatsächlich geschafft, höchstes Lob zu erhalten: "Der kann mit dem geriebenen Kartoffelsalat glatt mithalten!".  Recht hat er, denn die Kombination von Kartoffel und Roter Bete in diesem scharf würzigen Dressing ist wirklich der Hit. Bei uns gab es heute dazu ein wachsweiches Ei, ich könnte mir auch gut vorstellen, beim nächsten Mal noch etwas Rucola in den Salat zu geben - noch etwas mehr Würze und natürlich farblich ein Kontrapunkt. 

Das Rezept ist übrigens eine Kombination mehrerer Rezepte aus "Deutschland vegetarisch" von Stevan Paul - was sonst!


Rezept für zwei Personen

8 festkochende Kartoffeln, in Schale am Vortag gekocht
1 Rote Bete, gekocht

Dressing
3 EL Apfelessig
1 Prise Salz
Pfeffer
2 TL Meerrettich
4 EL Apfelsaft
6 EL Sonnenblumenöl
1 TL Honig

Salz

Zubereitung
Die Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Die Rote Bete schälen und in Würfel schneiden. Alle Zutaten für das Dressing miteinander verrühren. 

Die Kartoffelscheiben in eine Schüssel geben und das Dressing vorsichtig unterheben. Die Rote Bete Würfel und eine große Prise Salz dazu geben und ebenfalls unterrühen. Vor dem Servieren etwas ziehen lassen und noch mal vorsichtig umrühren.


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer








Donnerstag, 9. Januar 2014

Wasabi-Stampf mit Pak Choi Gemüse


Mit den Kartoffeln ist es im clubzimmer so eine Sache. Auch wenn mir nachgesagt wird, als Ostwestfälin quasi Kartoffeln im Blut zu haben (was für ein blödes Bild), so ist doch meine Begeisterung für Kartoffeln gar nicht so ausgeprägt. Der Clubchef versteht sowieso nicht, weshalb es neben Spätzle, Pasta & Reis noch eine weitere Sättigungsbeilage geben muss - wobei das ja auch nicht so ganz stimmt, wenn wir mal an den guten Kartoffelsalat denken!

Jedenfalls wurden Kartoffeln von uns jahrelang missachtet, getreu dem Motto "Kann man essen, muss man aber nicht". Diese Einstellung hat sich im Laufe der Jahre etwas gewandelt, schließlich kann man aus Kartoffeln die dollsten Dinge wie Klösse, Bubespitzle oder eben Kartoffelpüree machen. 

Und wir haben es sogar schon geschafft, die Kartoffel in einem asiatischen Gericht unterzubringen!

Heute gibt es so etwas wie die asiatische Version von Himmel und Äd, das heißt einen Kartoffelstampf, den wir kräftig mit Wasabi würzen *hüstel* und dazu ein süßlich abgeschmecktes Gemüse, das nur kurz im Wok angebraten wird. Eine tolle Kombination, die der rheinischen Variante in nichts nachsteht!

Rezept für zwei Personen

800g mehlig kochende Kartoffeln
250ml Milch
40g Butter 
Wasabi Paste

Sonnenblumenöl
1/2 Bund Frühlingszwiebeln in feinen Röllchen
3 cm Galgant, geschält und fein gehackt
2 kleine Pak Choi, gewaschen und gestückelt
2 Handvoll Shitake Pilze in Scheiben
6 EL Mirin 
2 EL Sojasauce

Zubereitung
Die Kartoffeln mit Schale 15-17 Minuten in kochendem Salzwasser garen. Abgießen und abdampfen lassen, wenn sie soweit abgekühlt sind, dass man sie anfassen kann, pellen.

Die Milch mit der Butter erwärmen, die gepellten Kartoffeln hineingeben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Dann mit der Wasabipaste nach Geschmack würzen - wir waren sehr übermütig und haben bestimmt 2 EL Wasabi hinzugegeben, das war sehr scharf!

In einem Wok das Sonnenblumenöl erhitzen und die Frühlingszwiebelröllchen und den Galgant anschwitzen. Die Pilze hinzugeben und unter Rühren etwas Farbe annehmen lassen. Das kommt der Pak Choi mit in den Wok, wenn der zusammengefallen ist, das ganze Gemüse mit dem Mirin ablöschen und der Sojasosse würzen. 

Den Wasabi-Stampf und das Gemüse mit der Sauce auf die Teller verteilen.


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!




Montag, 9. Dezember 2013

Kartoffelklösse mit Champignons in Dunkelbier-Rahmsosse





K.Ö.S.T.L.I.C.H.

Mehr gibt es zu diesem Rezept eigentlich nicht zu sagen. Die Sauce ist ein Gedicht, selbst ich als Wenig-Saucen-Esserin konnte gar nicht genug bekommen - von den Kartoffelklössen sowieso nicht.

Es war mein erster Versuch mit selbstgemachten Kartoffelklössen und es hat tatsächlich geklappt und noch besser: Sie haben auch dem clubchef geschmeckt, der sonst um Kartoffelklösse wirklich einen großen Bogen macht, so dass ich mir berechtigte Hoffnungen machen kann, dieses Rezept in das clubzimmer-Repertoire aufnehmen zu können.

Eine unbedingte Nachkoch-Empfehlung!

Rezept für zwei Personen

Kartoffelklösse
1 kg mehlig kochender Kartoffeln
80g Mehl Typ 405
20g Speisestärke
1 Ei
Salz

Sauce
400g geviertelte Champignons
1 kleine Zwiebel in Spalten
250ml Dunkelbier
200ml Sahne
Sonnenblumenöl
Salz
Pfeffer
Schnittlauch in Röllchen 

Zubereitung
Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen, etwas ausdampfen lassen und noch warm pellen. Zweimal durch die Kartoffelpresse (=Spätzlepresse) drücken und handwarm abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit einen großen Topf mit Wasser aufsetzen, salzen.

Das Mehl und die Speisestärke mischen und über die handwarme Kartoffelmasse sieben. Leicht salzen, das Ei hinzugeben und mit einem Kochlöffel zügig zu einem glatten Teig verrühren. Dann auch gleich aus der Masse Klöße formen, hierfür die Hände mit kalten Wasser befeuchten und ca. 12 Klöße formen. Die Klöße in das kochende Salzwasser geben, die Hitze reduzieren und ca. 15 Minuten in siedendem Wasser garen. Dann herausnehmen, gut abtropfen lassen und gemeinsam mit der Sauce servieren.

Für die Sauce in einer großen Pfanne etwas Öl stark erhitzen, die Champignons und die Zwiebelspalten hinzugeben und goldbraun braten. Mit Dunkelbier ablöschen und einige Mintuten einkochen lassen. Mit Sahne auffüllen und noch einmal 1-2 Minuten einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, das Schnittlauch einrühren.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Rezept aus "Deutschland vegetarisch" von Stevan Paul, Brandstätter Verlag



Montag, 25. November 2013

Geriebener Kartoffelsalat

Der Weg in das Herz eines Schwaben führt über Spätzle und geriebenen Kartoffelsalat. Wer etwas anderes behauptet, lügt. 
Glück für mich, dass mein Clubchef bereits meine Bemühungen honorierte, denn bis ich es geschafft habe, dieses zur tatsächlichen Zufriedenheit eines Schwaben zu kochen, verging eine recht lange Zeit. 

Für eine Ostwestfälin ist es zunächst einmal schwer zu begreifen, dass es einen schmackhaften Kartoffelsalat OHNE Majonnaise gibt. Das passte nicht in mein damaliges Weltbild und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man so einen Kartoffelsalat fabriziert. 

Leider war mir meine Schwiegermama nicht wirklich eine Hilfe, denn ein "Schätzele, dann nimmschte halt so viel, bis es passt..." ist zwar lieb gemeint, aber leider wenig hilfreich. So musste ich mich über Jahre an das richtige Maß zu "... dann nimmschte halt mal ..." herantesten, was mal mehr, mal weniger gut gelang. 

Inzwischen ist der geriebene Kartoffelsalat eine feste Größe auf der Speisekarte des clubzimmers. Gerne in der für uns klassischen Variante - mit Feldsalat und Spiegelei. 

Und soll ich Euch etwas verraten: Inzwischen ist es mir schleierhaft, wie man Kartoffelsalat MIT Majonnaise essen kann!





Rezept für 4 Portionen als Lunch oder 8 Portionen als Vorspeise

1,2 kg Kartoffeln
1 große Möhre
4-6 Gewürzgurken
Salz 
Pfeffer

Dressing
1 EL Dijon-Senf mit Honig
1 EL Weißweinessig
8 EL Sonnenblumenöl

Brühe
50 ml Gemüsebrühe
1 kleingeschnittene Zwiebel

Zubereitung
Die Kartoffeln mit Schale am Vortag kochen.

Für die Zubereitung schälen und fein reiben (ich nehme die gleiche Reibe, die ich auch für Parmesan oder Reibekuchen benutze). Die Möhre ebenfalls reiben, die Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden, beides zu den Kartoffeln geben.

Alle Zutaten für das Dressing miteinander verrühren und mit einer sehr großen Prise Salz zu dem Salat geben. Gut umrühren und am besten noch etwas ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Gemüsebrühe mit der klein geschnittenen Zwiebel erhitzen (so verliert diese ihre Schärfe und Penetranz) und dann warm über den Kartoffelsalat geben. Gut unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.




Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Freitag, 8. November 2013

Kartoffel-Zucchini Gratin

Gratins haben es gar nicht so leicht, im clubzimmer auf die Speisekarte zu gelangen. Dabei ist es gar nicht mal so, dass wir sie nicht gerne essen. Oft ist ganz einfach der Hunger zu groß, um vermeintlich lange auf das Essen warten zu wollen. Vermeintlich, weil das Gratin eigentlich schnell gemacht ist, aber durch die relativ lange und untätige Wartezeit vor dem Backofen kommt es mir ewig vor.

Gerade dieses Gratin ist sehr unaufwendig in der Zubereitung und belohnt einen dafür mit einem ganz wohligen und runden Genuss. Zucchini und Kartoffeln sind eigentlich immer im Haus, ein Kanten Käse auch, so dass es auch ein Rezept für die Tage ist, an dem einen einfach nichts anderes einfallen mag - soll ja vorkommen!



Rezept für zwei Personen
1 Zucchini in dünnen Scheiben
3 mittelgroße, rohe Kartoffeln in dünnen Scheiben
1 Prise Thymian
200ml Tomatensugo
50ml Sahne
Salz
Pfeffer
1 Handvoll geriebener Bergkäse

Zubereitung
Zucchini-und Kartoffeln in eine eingefettete Quiche- oder Auflaufform schichten. Die Sahne mit dem Tomatensugo mischen und mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und über die Zucchini-Kartoffel-Scheiben gießen. Mit dem Käse bestreuen und für ca. 30 Minuten in den Backofen schieben, bis das Gratin schön gebräunt ist.

Dazu passt - in einem vegetarischen Haushalt - wunderbar ein frischer Salat.

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer

Donnerstag, 7. November 2013

Curry mit Kartoffeln und Mangold

Immer wenn es kühler wird und der Wind ums Clubhaus pfeift, verlangt es mich nach einem Curry. Eigentlich merkwürdig, ist Curry doch genau in den Regionen beheimatet, in denen herbstliche Temperaturen eher unbekannt sind.

Dabei mag ich die Currys am liebsten, die nicht mit schwerer, schlonziger Kokosnussmilch gemacht werden, sondern etwas leichter sind, so dass auch der Eigengeschmack des Gemüses noch gut herauszuschmecken ist.

Dieses Mangold-Kartoffel Curry ist ganz besonders lecker, weil das Curry selbst zusammengebastelt wird und kein Fertig-Curry ist. Dafür muss man zwar ein recht gut sortierte Gewürzschublade haben, dann kann man aber auch das Curry so mischen, wie man es am liebsten hat!

 
 Rezept für zwei Personen

1 Zwiebel in dünnen Ringen
1 geschälte Knoblauchzehe
1 rote Chili, entkernt und fein gehackt
2 cm Ingwer fein gerieben

1 TL Garam Masala
1/2 TL Senfsamen
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Kurkuma

500 g Mangold, gewaschen und in kleinen Stücken (Stiele und Blätter getrennt)
350 g Kartoffeln, geschält und in kleinen Stücken

250 g Naturjoghurt
1 1/2 EL Tomatenmark
1 Bund Koriander, fein gehackt

Salz
Sonnenblumenöl

Reis für zwei Personen
 
Zubereitung
Chili, Ingwer und Knoblauch mit etwas Salz in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten.

Die Zwiebelringe in einem Wok mit etwas Sonnenblumenöl goldgelb anbraten, dann die Gewürzpaste hinzugeben. Erhitzen, bis sie anfängt zu duften, dann die anderen Gewürze hinzugeben und ebenfalls für einige Minuten mit anbraten.

Dann die Kartoffeln und die Mangoldstiele in den Wok geben und ca. 5 Minuten unter häufigem Rühren anbraten. Mit Wasser auffüllen, so dass das Gemüse gut bedeckt ist und bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.


Reis aufsetzen.  
Dann die Mangoldblätter hinzugeben, wieder den Deckel schließen, bis die Mangoldblätter zusammengefallen sind. Umrühren und eventuell noch mit Salz würzen.

Den Joghurt mit dem Tomatenmark verrühren, die Hälfte des Korianders hinzugeben.

In jede Schüssel etwas Reis und Curry füllen, einen Klecks Joghurt und mit Koriander bestreuen.



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

(Nach einem Rezept aus "Täglich vegetarisch" von Hugh Fearnley Whittingstall)

Mittwoch, 6. November 2013

Kartoffelsuppe mit Parmesan

Kartoffelsuppe gehört für mich in den Herbst und zu den Dingen, die Körper und Seele erwärmen. 

Trotzdem habe ich lange herum experimentiert, eine wirklich geschmackvolle Kartoffelsuppe hinzubekommen. Auch hierbei ging vieles schief, ich erinnere mich noch voll Grausen an etliche Kartoffel-Milch-Suppen, die einfach nach nichts schmeckten und an das Gegenteil, nämlich die Suppen, die dank des Einsatzes von Brühwürfeln total überwürzt waren.

Nun verzichten wir im clubzimmer seit geraumer Zeit vollkommen auf den Einsatz industriellen Brühpulvers (heißt das so überhaupt). Doch wenn man die richtigen Zutaten wählt und diese richtig ins Spiel bringt, dann braucht es kein Industrieprodukt.

Diese Kartoffelsuppe ist zudem ein toller Resteverwerter, für die ich die Rinden von Parmesanstücken aufhebe. Sie geben der Suppe einen schönen, käsigen Beigeschmack und verleihen ihr Tiefe.

Die Suppe ist so lecker, dass ich meistens einen Teller zuviel davon esse und nachher pappsatt in der Gegend rumsitze und nicht weiß, ob ich mich freuen oder ärgern soll!



Rezept für 4-6 Teller

1 Lauch, geputzt in Ringen
1 Knoblauchzehe in Scheiben
1 Möhre, geschält in Stücken
1 Fenchelknolle, geputzt in Stücken
1 kg Kartoffeln, geschält in Würfeln
Parmesanrinden, so viel ihr habt
1 Handvoll frisch geriebener Parmesan
Butter
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Gehackter Petersilie
Balsamicocreme 

Zubereitung
Zunächst einen ordentlichen Stich Butter und etwas Olivenöl in einem großen Topf zerlassen, den Lauch hinzugeben, kräftig salzen und bei aufgelegtem Deckel bei schwacher Hitze so lange braten, bis er ganz weich geworden ist.

Dann den Knoblauch und die Möhre hinzugeben und bei offenem Deckel 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, dann den Fenchel hinzugeben, ebenfalls 2-3 Minuten anbraten. Zum Schluß die Kartoffeln hinzugeben, ebenfalls zunächst einmal anbraten und dann 1-1,5 Liter Wasser und die Parmesanrinden hinzugeben.

Salzen, den Deckel auflegen und die Suppe bei schwacher Hitze mindestens 30 Minuten kochen lassen - länger schadet auch nicht.

Die Suppe etwas abkühlen lassen, die Parmesanrinden entfernen und im Standmixer pürieren (geht tatsächlich besser als mit dem Pürierstab, die Suppe wird nicht so schleimig). Zurück in den Topf geben, wieder etwas erwärmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Parmesan und noch einen Stich Butter unterrühren.

Zum Servieren nach Geschmack mit Petersilie bestreuen und etwas Balsamicocreme drüber geben.



Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 5. November 2013

Reibeplätzchen mit Lachs

Manche Dinge versetzen mich innerhalb von Sekunden zurück in meine Kindheit. 

Diese Reibekuchen sind untrennbar mit meiner Großmutter verbunden, die noch so eine "richtige" Großmutter mit Kittelschürze gewesen ist. In ihrer Küche stand immer etwas auf dem Herd und wenn mein Bruder und ich bei ihr waren, hat sie immer jedem von uns sein Lieblingsessen gekocht. Während mein Bruder jahrelang Milchreis aß, wetteiferte ich mit meinen Großeltern darum, wer die meisten Reibekuchen essen konnte. Natürlich gab es sie damals nicht mit Lachs, sondern ganz einfach mit Margarine (!) und gerne auf einer Scheibe Butterbrot. Hach, lecker!

Aber auch diese Lachs-Nummer ist lecker, lässt sich prima vorbereiten und eignet sich hervorragend als Finger Food, wenn man die Reibekuchen dementsprechend klein backt.



Rezepte für ca. 20 Kartoffelplätzchen

8 mittelgroße, rohe Kartoffeln, geschält und gerieben
1 Ei

250 g Lachs

Creme Fraiche
2 EL Meerrettich
1 EL Dijon-Senf

Salz
Pfeffer
Dill
Bratfett (Bisquin oder ähnliches)

Zubereitung
Die Kartoffelraspel mit dem Ei vermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. In einer großen Pfanne das Bratfett erhitzen und die Kartoffelraspel dann esslöffelweise hineingeben. Die Kleckse etwas platt drücken und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun backen. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für den Dip Creme fraiche, Senf und Meerrettich verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Auf jedes fertige Kartoffelplätzchen einen kleinen Löffel von dem Dip geben, etwas Lachs und Dill drauf legen.


So sehen also die Reibekuchen Reloaded aus - anders als meine Großmutter gebe ich kein Mehl in den Teig, backe sie mit deutlich weniger Fett aus und mag sie lieber als kleine, handliche Happen und nicht als größere Fladen. 

Und als meinen Kindheits-Klassiker möchte ich sie gerne beim aktuellen Blogevent von German Abendbrot einreichen, denn dort werden in diesem Monat genau diese Rezepte gesucht!

event


Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!

Dienstag, 10. September 2013

Kartoffelpüree mit Pilzragout & süß-sauren Schmorzwiebeln

Seitdem ich zurück denken kann, ist Kartoffelpüree für mich absolutes Soul-Food. Deshalb war es auch immer das kulinarische Trostpflästerchen, wenn es mir schlecht ging. Nach einem großen Teller Kartoffelpüree mit Butter waren alle Sorgen, alle Schmerzen so gut wie vergessen.
Und dabei gab es früher natürlich nur das eine Kartoffelpüree, nämlich das aus der Tüte mit dem immer gleichen, aber damals köstlichen Geschmack.

Ein bisschen was hat sich inzwischen verändert. Kartoffelpü ist immer noch Soul-Food, kommt im clubzimmer aber nicht mehr aus der Tüte. Und es ist nur noch ein Teil des Essens und nicht mehr das Essen. 

Sehr lecker und ober-soulig in Kombination mit Pilzen und Zwiebeln. Das schmeckt schon ein wenig nach Herbst, und zwar einem goldenen!


Rezept für zwei Personen

Kartoffelpüree
5 große Kartoffeln, mit Schale gekocht
50 g zerlassene Butter
150 ml warme Milch
1 Handvoll Parmesan
Salz
Pfeffer

Pilzragout
2 Knoblauchzehen
2 Zweige frischer Rosmarin
ca. 700 g gemischte frische Pilze, in feine Scheiben geschnitten
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Süße-saure Zwiebeln
3 große, weiße Zwiebeln in feine Ringe geschnitten 
Olivenöl
50 ml Weißwein
3 EL Weißweinessig
Salz
Pfeffer
Zucker

Zubereitung
Die Zwiebelringe mit Olivenöl und einer großen Prise Salz in einer Pfanne bei schwacher Hitze langsam braten, bis sie zerfallen. Dann bei mittelstarker goldbraun rösten. Ausschalten und beiseite stellen.

In einer großen Pfanne mit Deckel die Knoblauchzehen und die Rosmarinzweige in Olivenöl anbraten, bis der Knoblauch goldbraun ist. Dann den Knoblauch herausnehmen und die Pilze zusammen mit einer ordentlichen Prise Salz hinzugeben, umrühren und abgedeckt bei mittlerer Hitze garen, bis sie viel Flüssigkeit abgegeben haben. Dann den Deckel abnehmen und die Pilze bei starker Hitze braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und die Pilze eine schöne Farbe angenommen haben.

Kurz bevor die Pilze fertig sind, das Kartoffelpüree und die Zwiebeln fertigstellen. Für das Kartoffelpüree die noch warmen Kartoffeln pellen und mit einer Kartoffelpresse in die zerlassene Butter pressen. Langsam unter rühren den Parmesan und die warme Milch hinzugeben, bis das Püree die gewünschte Konsistenz hat.

Die Zwiebeln wieder auf den Herd stellen und mit mittelstarker Hitze erwärmen. Den Wein, Weißweinessig und eine Prise Zucker hinzugeben und kurz aufkochen lassen.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten.

Wir hatten (mal wieder) ein grottenschlechtes Timing und haben das Kartoffelpüree viel zu früh gemacht - geschmeckt hat es trotzdem hervorragend!

Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!