Fried Rice ist ein wunderbar wandelbares Gericht. Nicht nur, dass sich fast alle Gemüse verwenden lassen, Fried Rice schmeckt auch in jeder Jahreszeit anders. Im Winter gibt er ein wohliges Gefühl, im Sommer hingegen ist es ein leichtes Gericht, das nicht unnötig beschwert.
Es gibt tatsächlich nur eine Regel, die wichtig für das Gelingen von Fried Rice ist: Der Reis sollte vorgekocht und einmal abgekühlt sein. So kann man ihn dann knusprig anrösten und hat keine pampige, schmierige Reismasse im Wok. Aus Erfahrung wird man klug ...
Bei uns gibt es diesmal verschiedene grüne Gemüse, die derzeit Saison haben: Schnibbelbohnen, Brokkoli und eine große Portion frischen Koriander!
Rezept für zwei Personen
Zwei Portionen Reis, am besten bereits am Vortag gekocht
1 Kopf Brokkoli in kleinen Röschen
200g Schneidebohnen in kleinen Stücken
1 Zwiebel in feinen Ringen
1 Stück Ingwer, fein gehackt
1 Chili, entkernt, in kleinen Stücken
fein gehackter Knoblauch
2 Eier
Sonnenblumenöl
Sojasauce
2 EL Austernsauce
1 EL Reisessig
Zucker
frischer Koriander
Zubereitung
Zunächst das Gemüse jeweils für 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren und mit kaltem Wasser abschrecken.
Etwas Sonnenblumenöl und Sojasauce in einem Wok erhitzen, die Zwiebelringe, den Ingwer, den Knoblauch und den Chili hinzugeben und anbraten. Den Brokkoli und die Bohnen hinzugeben und weitere 3 Minuten braten. Das Gemüse aus dem Wok nehmen.
Die Eier verkleppern und in den Wok geben. Bei geringer Hitze und beständigem Rühren stocken lassen, dann den Reis hinzugeben. Den Reis knusprig anbraten, dann das Gemüse und die Austernsauce, den Reisessig und eine Prise Zucker dazu geben. Noch mal 2 Minuten gemeinsam anbraten, auf Teller verteilen und mit frischen Koriander bestreuen.
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Es ist ja nicht so, dass es im clubzimmer noch kein Rezept für Pulpo-Salat gibt. Und auch Salat mit Pulpo steht bereits auf dem Speiseplan. So mag man sich als geneigter Leser vielleicht fragen, weshalb denn nun schon wieder Pulpo-Salat? Die Antwort ist ganz einfach: Weil er so lecker ist! Und weil es so unfassbar einfach ist, Pulpo zuzubereiten, dass wir tatsächlich immer noch erstaunt vor dem Topf stehen, wenn nach einer Stunde der Pulpo butterzart um Weiterverarbeitung bittet.
Deshalb ist dieses nächste Rezept auch eine nächste Aufforderung an Euch: Traut Euch! Schnappt Euch die Kerlchen - die man übrigens tatsächlich unbedenklich kaufen kann, denn sie gehören nicht zu den überfischten Arten - kocht sie im eigenen Saft und esst sie auf. Oder bietet sie an, dieser Pulpo-Salat eignet sich hervorragend als Beigabe zu Grillpartys oder als Snack zum Apero - da wird er dann sogar von eher vorsichtigen Fischessern mit Hingabe verspeist - prooft!
Rezept für vier Portionen
1 Pulpo (sollte bereits eimal tiefgefroren gewesen sein)
Olivenöl
ein paar Zweige Petersilie
2 zerdrückte Knoblauchzehen
1 aufgeschnittene Peperoni
3 Handvoll Petersilie
1 Knoblauchzehe
Saft einer Zitrone
Olivenöl
1 Stängel Sellerie
Zubereitung
In einem großen Topf reichlich Olivenöl erhitzen und die Petersilie, die Knoblauchzehen und die Peperoni kurz anschwitzen. Den Pulpo mit kaltem Wasser abwaschen, abtropfen und in den Topf legen. Den Deckel auflegen und für eine Stunde kochen. Ab und an kontrollieren, ob genug Flüssigkeit im Topf ist. Nach einer Stunde sollte der Pulpo butterzart sein - zu erkennen daran, dass das Fleisch aufplatzt.
Den Pulpo herausnehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. Dafür kann der gesamte Pulpo genutzt werden, nur den Schnabel im Kopf sollte man natürlich herausnehmen und nicht verwenden.
Petersilie und Knoblauch fein hacken, den Sellerie in kleine Würfel schneiden. In einer Schüssel mit dem Saft einer Zitrone vermischen, die Pulpo-Stücke und etwas Olivenöl hinzugeben. Vorsichtig vermengen, etwas ziehen lassen und dann servieren.
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
So schmeckt der Sommer, sooooooo schmeckt der Soooooooomer ... träller. Also wenn Ihr mal ein Gericht sucht, dass bei geschlossenen Augen nach Sommer schmeckt, so kann ich Euch diese Pasta wärmstens empfehlen.
Für mich ist sie die gelungene Kombination von wärmendem Soul Food und frischem Kick. Eine - zugegeben nicht leichte - Buttersoße, mit reichlich Zitrone aromatisiert, ein Klecks Frischkäse für das wohlige Soßenfeeling und dann ganz viele knackige, kugelige Erbschen - immer Sommer selbstverständlich frisch, im Winter dann als Tiefkühlware, fertig ist die Laube. Ohne Schnick, ohne Schnack, so schnell gekocht wie beschrieben!
Rezept für zwei Personen
Pasta
50g Butter
1 Zitrone
1 EL Frischkäse
1 Handvoll frisch geriebener Parmesan
1 Handvoll frischer, gerupfter Basilikum
3 Handvoll (frische) Erbsen
Zubereitung
Die Butter in einer Pfanne zerlassen und den Abrieb einer Zitrone hinzugeben. Abschalten und ca. eine Stunde ziehen lassen.
Das Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln kochen. Die Erbsen zur Buttersoße geben und vorsichtig erwärmen, den Frischkäse einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die gekochte Pasta mit dem Parmesan und dem Basilikum zur Soße geben, gut vermischen, eventuell noch etwas Kochwasser hinzugeben.
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Nein, das ist kein Hexenwerk. Das ist weder ein besonderes raffiniertes, noch ein sehr aufwendiges Essen. So ein Mürbeteig ist schnell vorbereitet, der Brokkoli in wenigen Minuten blanchiert, den Rest erledigt der Backofen - perfekt!
Diese Quiche ist ganz besonders lecker, weil der Brokkoli so lecker ist. Das ist deshalb erwähnenswert, weil es leider nicht die Normalität ist. Mit Verlaub, aber das, was man normalerweise an Brokkoli aus dem Plastik zieht, sieht zwar so aus wie Brokkoli, schmeckt aber meistens nur nach grüner Luft, aber nicht nach mehr.
Den ersten richtig tollen Brokkoli meines Lebens haben wir hier auf dem Dorf beim Bauern erstanden - der verkaufte seinen selbstgezogenen Brokkoli mit vielen Entschuldigungen und Erklärungen, denn er war ihm durchgegangen und entsprach in seiner schlanken, schmalen Form so gar nicht den optischen Brokkoli-Standards, die man aus dem Supermarkt kennt. Und dieser Brokkoli war köstlich! Leider hat der Bauer seinen Brokkoli in den Folgejahren bändigen können und wir mussten wieder auf die eher geschmacksneutrale Supermarktware zurückgreifen. Doch dort gibt es seit einiger Zeit Gemüse von einem Bio-Hof in der Umgebung und dessen Brokkoli ist nicht nur ebenfalls rank und schlank, sondern hat auch eben diesen vollen Brokkoli Geschmack.
Deshalb braucht der Brokkoli in dieser Quiche auch keinen starken Compagnion. Der rauchige Scamorza unterstreicht den tiefen Geschmack, ohne ihn zu übertönen und passt sich so harmonisch ein. Eine Quiche, die warm und kalt hervorragend schmeckt - wenn man guten Brokkoli zur Verfügung hat!
Rezept für eine große Quiche
Mürbeteig
250g Mehl Typ 405
125g kalte Butter in Würfeln
1 Prise Salz
1 Ei
50ml kaltes Wasser
500g Brokkoli
3 Eier
50ml Milch
1/2 TL Cayenne Pfeffer
1/2 TL rauchiges Paprikapulver
2 Handvoll geriebenen Scamorza
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Zunächst den Mürbeteig zubereiten. Hierfür die Zutaten rasch miteinander verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° C (Umluft) vorheizen. Den Teig in einer eingeölten Quiche-Form ausrollen bzw. auslegen. Mit Backpapier bedecken und getrocknete Erbsen drauf verteilen. Für ca. 10 Minuten blindbacken.
In der Zeit den Brokkoli in Röschen zerteilen und für 3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.
Die Eier mit der Milch und den Gewürzen verquirlen. Den Brokkoli auf der blindgebackenen Quiche verteilen, mit dem Käse bestreuen und dann die Eiermilch drüber gießen. Für 30-40 Minuten backen.
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Backofen
Ich hoffe, dass Ihr ebenfalls ein so herrliches Sommer-Wochenende genießen konntet wie wir.
Sommer, Sonne, Hitze (ohne Meer), ausgedehnte Apero-Sessions mit Freunden, lange Nächte vor dem Outdoor-Kamin, unglaubliche Mond-Schauspiele und natürlich ein dampfender, qualmender Grill.
Und ganz ehrlich: Uns hat auch eine gehörige Portion Sommer-Faulheit befallen, stundenlang in der Küche zu stehen und aufwendige Gericht zuzubereiten. Wir haben lieber der einfachen, nicht weniger leckeren Küche gehuldigt und Fisch und anderes Meeresgetier auf schlichte, aber berückende Art und Weise auf den Tisch gebracht.
Glücklicherweise wartete unter anderem ein großes Schwertfischsteak in unserem Kühlschrank. Und da sich auch noch etwas Petersilie, eine schon etwas angetrocknete Limone und natürlich Knoblauch fand, war die Sache geritzt: Schwertfisch alla Limone vom Grill - braucht garantiert nicht mehr als fünf Minuten - in der Vorbereitung und beim Essen!
Und was es mit dem anderen Meeresgetier auf sich hat, das verrate ich Euch in den nächsten Tagen!
Rezept für zwei Personen
500g Schwertfischsteak
Salz
Pfeffer
1 zerdrückte Knoblauchzehe
2 Handvoll Petersilie
Saft einer Limone
Olivenöl
Zubereitung
Den Fisch mit kaltem Wasser abwaschen und trocken tupfen. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl bestreichen.
Auf einem sehr heißen Grill von beiden Seiten zwei Minuten grillen.
In der Zeit den Knoblauch und die Petersilie fein hacken, mit dem Limonensaft und Olivenöl vermischen und zum Servieren über den Fisch geben.
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!
Unglaublich aber wahr, das clubzimmer wird ein Jahr! 290 Posts, unzählige Photos, zeilenweise Verbalergüsse.
Und einige Erkenntnisse: Bloggen macht Spaß, aber auch viel Arbeit. Das haben viele alte Blog-Hasen vor mir bereits erfahren und auch berichtet, ich kann das nun nach einem Jahr nur unterstreichen.
Die nächste Erkenntnis, die das clubzimmer nun fundamental verändern wird: Kochen hat für mich mehr mit Emotion, als mit Konzeption zu tun. Jedenfalls hat sich unser Konzept - wöchentlich nach einem Motto zu kochen - im Laufe des Jahres zu einem Korsett entwickelt. Vielleicht ist es Euch aufgefallen, dass es in den letzten Monaten immer öfter Aussetzer gegeben hat. Deshalb wird das Motto-Kochen aufgegeben, jedenfalls als grundsätzliches Prinzip. Sicherlich wird es immer mal wieder eine Motto-Woche geben, doch ansonsten gilt ab sofort das Lust-Prinzip: Gepostet wird das, was auf dem Herd steht.
Und ich würde mich freuen, wenn Euch das weiterhin Spaß macht und Ihr auch im Jahr zwei immer mal wieder im clubzimmer vorbeischaut!
Habe ich schon verraten, dass ich heimlich davon träume, eine Garküche zu betreiben? So eine mobile Garküche auf Rädern, mit der ich dann den Menschenströmen bei uns auf dem Berg folge und diese mit frisch gebrutzelten Gerichten versorge.
Wobei sich das mit den Menschenströmen - wenn ihr unsere dörfliche Lebenssituation kennen würdet, wüßtest Ihr, wovon ich spreche - hier sehr in Grenzen hält. Und da es auch fraglich ist, dass sich die niedersächsische Landbevölkerung für asiatische Garküche begeistern lässt, muss ich eben deshalb meine eigene Begeisterung am heimischen Herd ausleben.
Macht auch nichts, denn immerhin steht mir mit dem Clubchef ein eben solcher Fan zur Seite, der immer begeistert in die Hände klatscht, wenn asiatische Garküche auf dem Speiseplan steht. Das Schöne ist ja auch, dass für diese Art der Küche das Prinzip "minimaler Aufwand, maximaler Ertrag" voll und ganz zu trifft: Man braucht weder viele oder tolle Zutaten, noch stundenlang Zeit, um etwas richtig Leckeres auf den Teller zu zaubern!
Rezept für zwei Personen
150g chinesische Weizennudeln
1 TL gehackter Galgant
1 Möhre in dünnen Streifen
1 Handvoll Bohnensprossen
2 verklepperte Eier
Sonnenblumenöl
1 EL Sojasauce
1 EL Oystersauce
1 Handvoll frischer Koriander
Zubereitung
Die Nudeln nach Packungsanweisung garen.
Den Galgant und die Möhre mit etwas Sonnenblumenöl in einem Wok anschwitzen. Die Bohnensprossen hinzugeben und kurz mitbraten. Das Gemüse aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.
Die Eier in den Wok geben und unter Rühren stocken lassen. Die Nudeln hinzu geben, gut mit dem Ei verrühren und je nach Geschmack knusprig anbraten. Dann kommt wieder das Gemüse hinzu, gewürzt wird mit Soja- bzw. Oystersauce. Auf Teller oder in Schüsseln verteilen, mit Koriander bestreuen.
Lasst es Euch schmecken,
Euer clubzimmer!